Qualcomm und Microsoft entwickeln Spezial-Chip für AR-Brillen

Qualcomm und Microsoft entwickeln Spezial-Chip für AR-Brillen

Mit einem Spezial-Chip für Next-Gen AR-Brillen wollen Qualcomm und Microsoft Augmented Reality skalieren.

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Qualcomm hat für seine Expansion ins XR-Zeitalter einen dicken Fisch an Land gezogen: Microsoft will gemeinsam mit dem US-Chiphersteller spezielle Prozessoren für zukünftige AR-Brillen entwerfen. Das enthüllte Qualcomm-CEO Cristiano Amon während seiner Präsentation auf der CES 2022.

Nachdem zuletzt Apple und Google sich bei Smartphones gegen Qualcomm und für eigene Chips entschieden hatten, bedient Qualcomm jetzt mit Meta (Quest-Brillen) und Microsoft (Hololens) die derzeit zwei größten Hersteller im XR-Segment.

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Chip für AR-Brillen: energieeffizient und leicht

Der von Amon auf der CES angekündigte „maßgeschneiderte Snapdragon-Chip“ ist für „energieeffiziente und sehr leichte Next-Gen AR-Brillen“ optimiert. Beides sind Schlüsselfaktoren für Brillen-Chips: Der Gesichtscomputer darf auf der Nase weder warm noch schwer sein.

„Wir reden seit Jahren über die Möglichkeit, AR-Brillen für einen größeren Markt herzustellen. Diese Partnerschaft ist ein Schritt in die Richtung, Augmented Reality zu skalieren“, sagt Amon.

Möglich also, dass hinter der neuen Chip-Kollaboration mit Microsoft das Ziel steckt, eine AR-Brille für den Alltag oder zumindest für alle Büros zu entwickeln. Hololens 2 richtet sich noch rein an die Industrie.

Laut Amon ist der Chip speziell für das Microsoft-Ökosystem gedacht. Ob sich Microsoft hier tatsächlich eine Chip-Exklusivität gesichert hat, geht aus seiner Formulierung nicht hervor.

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Überraschend ist diese „erweiterte Partnerschaft“, wie Amon sie nennt, nicht: Der Snapdragon 850-Chip steckt bereits in Hololens 2. Meta verbaut in Quest 2 Qualcomms für XR-Berechnungen optimierten XR2-Chip. Angeblich kooperiert Microsoft auch mit Samsung zu AR-Brillen.

Microsoft Mesh und Snapdragon Spaces werden eins

Bei der erweiterten Partnerschaft zwischen Microsoft und Qualcomm spielt neben Silizium auch Software eine Rolle: Laut Amon wird Snapdragon Spaces fester Bestandteil von Microsoft Mesh und beide Programme wiederum sollen fix in den neuen Snapdragon-AR-Chip integriert sein.

Snapdragon Spaces ist Qualcomms im November angekündigte AR-Entwicklungsplattform. Sie bietet Herstellern und Entwickler:innen Zugriff auf wichtige AR-Features wie Handtracking und Umgebungsscanning. In Snapdragon Spaces dürfte die Technologie von Wikitude stecken, der lange etablierten österreichischen AR-Entwicklungssoftware, die Qualcomm im September kaufte.

Mesh ist Microsofts Mixed-Reality-Infrastruktur für die Vernetzung von VR- und AR-Technologie sowie herkömmlichen Computern. Nutzer:innen können sich etwa mit VR- und AR-Brillen oder per Monitor als Avatare gemeinsam in einem digitalen Büro treffen.

Microsofts XR-Chef Alex Kipman meinte kürzlich, dass für eine Hololens 3 für alle ein transformativer Sprung bei der Technologie notwendig sei mit Blick auf Wärmeentwicklung und Formfaktor.

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