Update: 09.11.2020

Im offiziellen Playstation-Blog schreibt Sony, dass die Playstation 5 Spiele ohne Beschränkung bei Auflösung und Framerate automatisch verbessern kann. Dass das prinzipiell auch für PSVR-Spiele gilt, bestätigt Sonys London-Studio bei Twitter: Der Hollywood-Film-Shooter “Blood & Truth” (Test) soll auf der PS5 mit einer höheren Auflösung und einer schnelleren Bildwiederholrate laufen (bis zu 90 FPS). Außerdem sollen Objekte durchgängig im höchsten Detailgrad und Texturen ebenfalls mit mehr Details angezeigt werden.

Ursprünglicher Artikel vom 6. November 2020:

Die PS5 unterstützt Playstation VR. Doch bringt die neue Konsole PSVR-Nutzern irgendwelche Vorteile? Drei US-Medien konnten Playstation VR ausführlich mit Playstation 5 testen. Das sind ihre Eindrücke.

Wer Sonys VR-Brille mit PS5 nutzen will, braucht erst einmal viel altes Zubehör: die Playstation Kamera fürs Tracking und je nach Spiel einen DualShock-Controller, Playstation Move oder den Playstation Aim Controller.

Wer PSVR-Spiele spielt, die keines Controllertrackings bedürfen, wie zum Beispiel Resident Evil 7, kann laut UploadVR auch den neuen Dualsense-Controller verwenden.

Unterstützt werden lediglich PSVR-Spiele der PS4-Generation. Derzeit sind keine nativen PS5-Spiele mit PSVR-Unterstützung angekündigt.

Ein altbekannter Kabelsalat

Die Einrichtung gehe ähnlich vonstatten wie mit PS4, außer dass man zusätzlich einen Adapter für den Anschluss der Playstation Kamera braucht. Die neue PS5-Kamera ist nicht kompatibel mit Playstation VR.

Der PS5-Adapter ist ein USB-Konverter, der aus der Playstation Kamera ein USB-Gerät macht. Die Kamera muss laut Ars Technica an einem der beiden USB-3.1-Ports auf der Rückseite der Playstation 5 angeschlossen werden.

Die Prozessorbox der VR-Brille kann man optional auch an der Vorderseite anschließen. So oder so besetzt Playstation VR mindestens zwei der drei USB-Ports. Wer die VR-Brille und eine externe Festplatte an der PS5 anschließen will, dem fehlt anschließend ein USB-Port für die PS5-Kamera oder das Aufladen des Controllers. Hier hilft laut dem Tester ein USB-3.1.-Hub.

Besitzer einer Playstation VR können den PS5-Adapter kostenlos bei Sony bestellen. Neukäufer finden ihn in neuen PSVR-Bundles.

Fehlerfreie Rückwärtskompatibilität

An der Einrichtungssoftware hat sich nicht viel geändert. Nutzer können nach wie vor ihre VR-Brille und -Controller kalibrieren sowie ihren Augenabstand messen und digital einstellen. Die PS5-Nutzeroberfläche wird in der VR-Brille angezeigt und man kann nach wie vor 2D-Spiele in einem virtuellen Kino spielen.

Die Installation von Spielen geht leicht von der Hand. Nachdem man sich in sein PSN-Konto eingeloggt hat, sieht man seine digital erworbenen PS4-Spiele in der PS5-Spielebibliothek und kann wählen, welche Titel man installieren will. Wer PSVR-Spiele auf einer Disc besitzt, kann sie ins entsprechende Laufwerk schieben und das Spiel installieren.

Die PS5 unterstützt per PS4-Rückwärtskompatibilität so ziemlich jedes PSVR-Spiel. Eine prominente Ausnahme ist Robinson: The Journey (Test). Ist ein PSVR-Titel inkompatibel, wird das mit einem entsprechenden Symbol angezeigt.

Kürzere Ladezeiten

Doch wie spielen sich PSVR-Spiele auf Playstation 5? Den Testern zufolge fast genauso wie mit Playstation 4 Pro. Bietet ein PSVR-Spiel grafische Verbesserungen für PS4 Pro, so nutzt es diese auf der PS5 offenbar automatisch.

Road to VR testete eine Vielzahl von PSVR-Spielen und konnte keine grafischen Unterschiede zur PS4 Pro feststellen. Die Spiele sollen einwandfrei funktionieren und das Tracking sich genauso anfühlen wie mit Playstation 4.

Die einzige feststellbare Verbesserung betreffe die Ladezeiten. Die sind auf der PS5 häufig nur halb so lang. In Spielen mit extrem langen Ladezeiten wie Iron Man VR (Test) warte man aber noch immer sehr lange. Klar, die PSVR-Spiele sind ja auch in keinerlei Weise für den SSD-Speicher der PS5 optimiert.

“Keine Offenbarung”

Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob es PS5-Updates für PSVR-Spiele geben wird und ob Sony PSVR-Spiele zulassen wird, die von Grund auf für PS5 entwickelt wurden und die enorme Grafikleistung der Konsole ausnutzen.

UploadVR konnte nach stundenlangem Testen und Vergleichen keine spürbaren grafischen Verbesserungen zwischen PSVR mit einer PS4 Pro und der PS5 feststellen. Auch Ars Technica sind keine Unterschiede ins Auge gefallen. Die Performance und Auflösung sei gleich wie bei der PS4 Pro. UploadVR konnte keine PSVR-Spiele finden, die von der angekündigten Boost-Funktion profitieren.

Die Playstation 5 sei eine beeindruckende Spielkonsole, die den Kauf lohne, sofern man sie nicht wegen Virtual Reality kauft, resümiert der Tester und schreibt, dass er “total enttäuscht” sei von der VR-Unterstützung. Der einzige Unterschied zur PS4 Pro seien die besseren Ladezeiten und die etwas flüssigere Nutzererfahrung.

Wer PSVR mit einer Standard-PS4 genutzt habe und sich jetzt eine Playstation 5 holt, werde sich über “feine Verbesserungen” freuen, schreibt Ars Technica. Sie seien ein Vorteil, aber kein Grund, sich die neue Konsole zu kaufen.” PSVR auf PS5 ist in Ordnung, aber keine Offenbarung.”

Quellen: Road to VR, UploadVR, Ars Technica | Titelbild: Road to VR

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