Niantic untermauert seinen Status als eines der weltweit wichtigsten Augmented-Reality-Unternehmen.

Niantic macht die vierte Finanzierungsrunde offiziell (via CNBC): 245 Millionen US-Dollar spülen Investoren wie das Risikokapitalunternehmen IVP, Axiomatic und Samsung in die ohnehin schon prall gefüllten Kassen der Alphabet-Ausgründung.

Insgesamt sammelte Niantic seit Oktober 2015 circa 470 Millionen US-Dollar von Investoren ein. Der Unternehmenswert wird auf fast vier Milliarden US-Dollar geschätzt.

Niantic dürfte damit – abgesehen von Tech-Riesen wie Google und Apple – das derzeit wichtigste Augmented-Reality-Unternehmen sein und die Nase deutlich vor dem Hype-Startup Magic Leap haben. Das wiederum schickt sich jetzt an, Niantics Marktstrategie zu kopieren.

Investition in die Zukunft

Die Investorengelder hat Niantic rein finanziell betrachtet nicht nötig, allein Pokémon Go spült genug Geld in die Kassen. Laut Niantic-Chef John Hanke werden die Gelder gebunkert. Sie sollen die Zukunft absichern in Vorbereitung auf eine mögliche Branchenkrise und disruptive Innovationen.

“Mit Smartphones können wir ein bestimmtes Niveau erreichen, aber erst mit zukünftigen Geräten wie einer AR-Brille wird Augmented Reality ihr volles Potenzial entfalten”, sagt Hanke.

Außerdem hätten die Investoren Fachwissen in spezifischen Bereichen, das sie einbringen könnten: Samsung zum Beispiel bei AR mit Android-Hardware und das eSports-Unternehmen Axiomatic beim Aufbau und der Vermarktung einer Gaming-Community.

Niantic entwickelt AR-Games fürs Smartphone wie Pokémon Go oder Harry Potter und die Infrastruktur für zukünftige AR-Anwendungen. In der Vergangenheit betonte Hanke wiederholt, dass sich sein Unternehmen intensiv mit der Augmented-Reality-Cloud befasst, einer Art 3D-GPS für die erweiterte Realität, dank der digitale Objekte punktgenau in der echten Welt platziert und mit vielen Menschen geteilt werden können. Das ist die Grundvoraussetzung für eine fortschrittliche Augmented Reality, wie man sie aus Sci-Fi-Visionen kennt.

“Wir sehen eine riesige Chance, wenn wir von Smartphones auf Brillen wechseln”, sagt Hanke. “Das wird die nächste Disruption.”

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