Oculus Quest wird Meta Quest – Facebook Account-Pflicht entfällt

Oculus Quest wird Meta Quest – Facebook Account-Pflicht entfällt

Im Zuge der Imageänderung von Facebook auf Meta soll auch die Oculus-Marke auslaufen. Die Facebook Account-Pflicht für VR-Produkte soll im kommenden Jahr entfallen.

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Auf der XR-Entwicklerkonferenz Connect 2021 verkündete Facebook-Chef Mark Zuckerberg Facebooks neuen Firmennamen Meta, der die Angebote des Tech-Konzerns von Social Media-Netzwerk bis VR-Brille besser abbilden und grundlegend sein soll für eine Metaverse-Zukunft.

Im Zuge der Umbenennung kommt auch die VR-Marke Oculus unter die Räder, die ab 2022 ausgeschlichen und durch Meta ersetzt werden soll. Aus Oculus Quest wird dann Meta Quest.

Facebook übernahm den Oculus-Namen zusammen mit dem gleichnamigen Start-up im März 2014 für circa drei Milliarden US-Dollar. Dieser Impuls löste den VR-Hype der folgenden Jahre aus. Das ehemalige Oculus-Team hat Facebook mittlerweile weitgehend verlassen.

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„Oculus from Facebook“ – das war einmal. Aus Facebook wird Meta, die Oculus-Marke will Meta im kommenden Jahr ausschleichen. Auch der verpflichtende Facebook-Login für Quest soll abgeschafft werden. | Bild: Facebook / Meta

Umstrittene Facebook Account-Pflicht soll fallen

Mit Quest 2 führte Facebook eine Facebook-Account-Pflicht für die  Quest-Plattform ein. Zuvor war es möglich, sich auf Wunsch anonym mit einem Oculus-Account für VR-Services zu registrieren, ohne Facebooks soziale Netzwerke zu nutzen.

Auf der Connect 2021 gibt Zuckerberg an, dass Facebook an alternativen Login-Möglichkeiten abseits des persönlichen Facebook-Logins arbeite. Diese Möglichkeit gab und gibt es bereits: den Oculus-Account, der aber nur mehr bei Quest 1-Geräten greift.

Die Umstellung auf einen neuen Facebook-freien Login soll bei Oculus Business-Hardware in diesem Jahr in eine Testphase starten, im kommenden Jahr als offene Beta ausrollen und ab 2023 der neue Standard werden. Business-Kunden sollen dann, anders als bislang, dennoch Zugang zu Oculus-Services (dann Meta-Services) wie dem Standard-Store haben.

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Im privaten Bereich soll die Umstellung im kommenden Jahr erfolgen. Details gibt es noch nicht. Facebooks Technologie-Chef Andrew Bosworth bezeichnet die Umstellung auf einen alternativen Login als einen der „wichtigsten internen Arbeitsbereiche“.

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Da Facebook im Meta-Universum nur mehr als ein Produkt existiert, ähnlich wie derzeit Oculus im Facebook-Universum, dürfte Facebook aka Meta an einem übergreifenden Meta-Login für alle Services arbeiten. Hier könnte Nutzer:innen freigestellt werden, welche Services innerhalb des Meta-Universums sie miteinander verbinden für einen Datenaustausch.

Weshalb der Facebook-Login kritisiert wird

Der verpflichtende Facebook-Login steht seit der Einführung stark in der Kritik, unter anderem weil Facebook durch die Zusammenführung von Social- und VR-Daten noch mehr Erkenntnisse über die Persönlichkeit einzelner Nutzer:innen gewinnen kann. Einige Nutzer:innen wollen zudem nicht, dass sich persönliche Social Media-Daten mit ihren Freizeitaktivitäten etwa beim VR-Gaming vermischen.

„Ich weiß, dass dies für viele Menschen eine große Sache ist. Nicht jeder möchte, dass sein Social-Media-Profil mit all diesen anderen Erfahrungen verknüpft wird, und ich verstehe das, vor allem, da das Metaversum immer weiter wächst“, sagt Zuckerberg.

In VR können etwa Daten über intuitive Verhaltensweisen gewonnen werden, die dann mit angegebenen Interessen in den sozialen Netzwerken abgeglichen werden für noch konkretere Persönlichkeitsprofile. In Deutschland wird Quest 2 unter anderem aus diesem Grund nicht verkauft, das Bundeskartellamt stellt sich Facebook in den Weg.

Aus deutscher Perspektive wird es interessant sein, ob der Namenswechsel mit Login-Änderung dazu führt, dass Facebook wieder VR-Produkte am deutschen Markt anbietet. Bisher verzichtet der Konzern unfreiwillig freiwillig auf den Verkauf wegen des zuvor erwähnten Rechtsstreits mit dem Bundeskartellamt.

Einfach ist die Sache nicht, denn ob Facebook oder Meta – letztlich laufen alle Daten beim gleichen Konzern ein. Facebooks Datendominanz wird ohne politische Eingriffe im Metaverse-Zeitalter zwangsweise weiter ansteigen, das gibt die Technologie vor.

Oculus Quest 2 aus Deutschland bestellen

Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Oculus Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Oculus Quest – 128 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv - Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

Weiterlesen über die Connect 2021: