Die Oculus Connect 6 steht vor der Tür. In einem Interview sprechen zwei Oculus-Manager über die Zukunft von Facebooks VR-Spieleprojekten sowie Respawns großen VR-Shooter, der auf der Entwicklerkonferenz enthüllt wird.

Rund eine halbe Milliarde US-Dollar investierte Facebook bislang in die Entwicklung von VR-Software. Eines der bislang ehrgeizigsten Projekte ist das vor zwei Jahren angekündigte VR-Actionspiel von Respawn Entertainment, den Entwicklern bekannter Spielemarken wie Call of Duty, Titanfall und Apex Legends.

In einem großen Interview mit Polygon sprechen Facebooks Gaming-Manager Jason Rubin und XR-Inhalte-Chef Mike Verdu über das Spiel und verraten den Codenamen: “Project Rocket”.

Oculus erwartet Großes

Der VR-Titel sei das erste Beispiel “einer neuen Generation Oculus-Spiele”, verspricht Verdu. “Wir sind gespannt, weil wir denken, dass es das erste Spiel seiner Art ist. Respawn ist eines der besten Entwicklerstudios der Welt und nun bringen sie ihr Gespür, ihre Qualitätsstandards und ihre Fähigkeiten in die Virtual Reality”, sagt Verdu. Das Spiel sei ein Vorbote für die Zukunft des Spielsmediums und solle bei Erscheinen einen “Wendepunkt” markieren.

Für Respawn sei das Spiel mehr als eine Auftragsarbeit. Sie sähen darin eine Möglichkeit, ihre plattformübergreifende Gaming-Vision auf eine neue Stufe zu heben.

Das Spiel wurde 2017 angekündigt (siehe folgender Trailer) und dürfte noch länger in Entwicklung sein. Bei der Ankündigung hieß es, dass das Spiel Ende 2019 erscheint. Laut Rubin werden die Entwickler ihr Ziel nur knapp verfehlen. Das Spiel könnte folglich in der ersten Jahreshälfte oder gar im Frühjahr 2020 erscheinen.

Noch größere Kooperationen geplant

Rubin deutet an, dass es keine Quest-Version des Respawn-Spiels geben wird, ähnlich wie im Falle von Asgard’s Wrath und Stormland, die ebenfalls nur für die PC-VR-Brille Oculus Rift (S) erscheinen werden und eines starken Rechners bedürfen. “Das sind weit zurückreichende Produktionen. Die Entwicklung startete, bevor Quest ein geplantes Produkt war”, sagt Rubin.

Das Budget für den Respawn-Titel sei etwa gleich groß wie bei den anderen großen Oculus-Exklusivtiteln. Facebook arbeite jedoch mit “noch größeren Entwicklern” zusammen, deren Projekte noch nicht einmal angekündigt wurden.

Das könnte eine Anspielung auf einen Millionendeal mit Ubisoft sein. Einem Bericht zufolge soll der französische Publisher in Facebooks Auftrag VR-Ableger bekannter Spielemarken wie Assassin’s Creed und Splinter Cell entwickeln.

Stormland ist das erste Open-World-Spiel, das von Grund auf für Virtual Reality entwickelt wird und geht zugleich eines der größten Probleme des Mediums an.

Das Open-World-Spiel Stormland ist einer von Oculus’ großen Hoffnungsträgern. Es erscheint Ende 2019. BILD: Oculus / Insomniac Games

Mammutprojekte wie GTA 5 “in fünf Jahren nicht unvorstellbar”

VR-Spiele würden sich deshalb so langsam entwickeln, weil Entwickler zuerst deren Sprache entdecken müssten, meint Rubin. Der Oculus-Veteran glaubt, dass man in drei bis fünf Jahren so weit sein wird.

Facebooks VR-Spielförderpolitik hat sich in den letzten fünf Jahren verändert: Die Oculus Studios investieren heute mehr und mehr in größere Titel anstatt kleine Ideen und Experimente.

Um mehr Nutzer in die Virtual Reality zu locken, plane Facebook einen Mix aus globalen, erstklassigen Marken, kontinuierlich größeren Projekten, die bis an das Budget eines AAA-Konsolentitels heranreichen sowie ein Fokus auf Mixed-Reality-Streaming und neue Arten sozialer Erfahrungen.

Die Oculus Connect 6 findet am 25. und 26. September statt. Wir haben in einem Artikel zusammengefasst, wie ihr die Keynotes mitverfolgen könnt und was man erwarten darf.

Titelbild: Sanzaru Games / Oculus, Quelle: Polygon

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