Häufig für tot erklärt, dabei ziemlich lebendig: Google Glass. Die neueste Version ist deutlich verbessert.

Im Netz sind erste Bilder der neuesten Google-Glass-Version aufgetaucht. Die richtet sich als “Enterprise Edition” zwar noch immer strikt an Unternehmen, bietet aber dennoch interessante technische Neuerungen.

Neu ist jetzt im Brillenbügel ein USB-C-Anschluss integriert (siehe Titelbild). Der wird für schnellere Ladezeiten sorgen, damit das Gerät möglichst unterbrechungsfrei im Einsatz sein kann. Über den Anschluss könnten auch externe Geräte wie ein Smartphone verbunden werden.

Qualcomm beispielsweise möchte VR- und AR-Brillen zukünftig mit USB-C-Smartphones befeuern, die wiederum Inhalte via 5G-Streaming aus der Cloud ziehen. Zwei XR-Brillen werden den Qualcomm-Standard unterstützen, Ojo von Acer sowie die Datenbrille Nreal.

HTC setzt bei Vive Cosmos voraussichtlich ebenfalls auf USB-C-Smartphones als Zuspieler. Auch der neue PC-VR-Anschluss Virtual Link wurde auf Basis von USB-C entworfen.

Google Glass heißt zwar Google Glass. Aber nur, weil Google Brillenbügel doof klingt. Die treffendere Bezeichnung wäre es, denn das Display wird einfach auf eine herkömmliche Brille geschnallt. Bild: Technoblog

Google Glass heißt zwar Google Glass. Aber nur, weil Google Brillenbügel doof klingt. Die treffendere Bezeichnung wäre es, denn das Display wird einfach auf eine herkömmliche Brille geschnallt. Bild: Tecnoblog

Deutlich verbesserte Kamera

Auch die restliche Hardware wurde signifikant verbessert: Verbaut ist jetzt ein Snapdragon 710 mit LTE-Unterstützung, Bluetooth 5.0 und 802.11ac Wi-Fi.

Das größte Upgrade bekommt wohl die Kamera: Von knausrigen 8-Megapixeln soll es hochgehen auf einen 32-Megapixel-Sensor, der 4K-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde oder 1080p mit 120 Bildern pro Sekunde unterstützt. Gerade die Fernwartung und Scanning-Funktionen dürfte von der höheren Auflösung profitieren. Den Arbeitsspeicher rüstet Google von zwei auf drei Gigabyte auf, als Betriebssystem kommt Android Oreo zum Einsatz.

Interessant ist, wie gut Google Glass im Unternehmensumfeld gegen Microsofts Hololens 2 ankommt. Zwar bietet Hololens 2 aufwendige 3D- und AR-Projektionen, während Glass nur ein Nasen-Smartphone ist. Dennoch gibt es eine Schnittmenge bei Anwendungsszenarien wie Fernwartung oder Logistik, bei denen die AR-Funktionen der Hololens nicht unbedingt einen Mehrwert bieten. So existiert zumindest eine leichte Konkurrenz zwischen den beiden Geräten.

Via: 9to5Google, Tecnoblog

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