Miranda: Live-VR-Oper im Steampunk-Stil

Miranda: Live-VR-Oper im Steampunk-Stil

Die Live-VR-Oper Miranda versetzt euch in einem interaktiven Krimi in die Rolle des Richters. Findet ihr den Mörder oder führen euch die Verdächtigen hinters Licht?

Mit Miranda startet eine neue VR-Oper, die sich in einem retro-futuristischen Steampunk-Setting mit Themen wie Klassenunterschieden und Selbstbestimmung auseinandersetzt. Jede Darbietung des immersiven Krimis findet live und mit realen Schauspielern statt – und ihr steckt mittendrin.

Mystery-Dinner in der VR-Brille

Die Geschichte von Miranda ist in einer dystopischen Zukunft angesiedelt, in der wachsende Klassenunterschiede ein nie zuvor dagewesenes Ausmaß erreicht haben. Eine wohlhabende Frau stirbt unter mysteriösen Umständen und drei Verdächtige werden des Mordes angeklagt. Während der Show wird das Publikum miteinbezogen und als Richter und Jury fungieren.

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Das Besondere an Miranda ist, dass die Aufführungen alle live vorgetragen werden. Reale Schauspieler performen in einem Studio in Binghamton, New York und schlüpfen per Motion-Capturing in die 3D-Avatare des Stücks. Damit wird jede Darbietung – wie in der realen Oper – einzigartig sein.

Kleiner Tipp: Wer das Konzept eines Live-Theaters mit realen Schauspielern in VR interessant findet, sollte sich dringend The Under Presents (Test) ansehen. Der innovative Genre-Mix zeigte erst im Juli eine Shakespeare-Aufführung live in VR.

Entstanden ist Miranda aus einer Kollaboration zwischen Luma Projection Arts, Opera Omaha und Tricites Opera. Gemeinsam wollte man die durch die Corona-Pandemie stark gebeutelte Live-Oper von den verwaisten Theatersälen in die Wohnzimmer der Leute bringen.

Miranda: So nehmt ihr an der interaktiven Oper teil

Miranda kann auf drei verschiedene Arten erlebt werden. Die interaktive Show findet entweder in der Virtual Reality (Guide) statt oder auf dem PC. Dazu müsst ihr euch das VR-Erlebnis herunterladen. Eine genaue Anleitung findet ihr auf der Luma-Arts-Ticket-Webseite.

Konzeptzeichnung des Charakters Dave aus der VR-Oper Miranda
Auf dieser Konzeptzeichnung wird der Charakter Dave dargestellt. | Bild: Opera Omaha

Unterstützt werden die VR-Brillen Oculus Rift (S) und die HTC Vive (Test). Wer die VR-Oper auf seiner Oculus Quest (Test) erleben möchte, kann das ebenso. Dazu braucht ihr allerdings Oculus Link (Info).

Wer nur zuschauen will und keinen Wert auf Interaktion legt, darf sich den Director’s Cut live auf YouTube ansehen. Die Macher versprechen ein „nuancenreiches Erlebnis“, das durch  Streaming mit niedriger Latenz und Codecs in Studioqualität erreicht werden soll.

VR-Oper Miranda im kostenlosen Beta-Test

Gleichzeitig weisen die Anbieter darauf hin, dass es sich bei den Aufführungen um Beta-Tests handelt. Luma Projection Arts und Enhance VR hätten ein völlig neues Software-Framework zur Präsentation von Live-Musicals und Opern entwickelt, Miranda ist die Debüt-Produktion. Sollte es deshalb zu technischen Problemen kommen, bitten die Entwickler um Nachsicht.

Das Titelbild der VR-Oper Miranda.
Die VR-Oper Miranda wird an drei aufeinanderfolgenden Tagen live aufgeführt. | Bild: Opera Omaha

Die Show läuft vom 24. bis 26. September und ist wegen des Beta-Status kostenlos. Allerdings gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Tickets, die vorher reserviert werden müssen. Wer das Projekt unterstützen möchte, darf beim Check-out zehn US-Dollar spenden. Jede der insgesamt neun Aufführungen wird etwa zwanzig Minuten dauern und in englischer Sprache abgehalten.

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