Ihr könnt nicht ins Theater oder die Oper? Dann kommt das Theater halt zu euch nach Hause. Bericht über eine pfiffige Idee aus Augsburg.

Kulturschaffende müssen dieser Tage noch kreativer sein als sonst. Schließlich ruht der normale Betrieb in Theatern, Opern und Konzerthäusern.

Im Mai sollten im Augsburger Staatstheater die Zuschauer in der Oper „Orfeo ed Euridice“ selbst zum jungen Orpheus werden und die Unterwelt bereisen. Dafür hätten 500 VR-Brillen zum Einsatz kommen sollen. Drei jeweils rund zehn Minuten lange VR-Passagen waren geplant, um den Besuchern der Oper eine neue, virtuelle Kultur-Dimension zu erschließen.

Das ist aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote zur Eindämmung des Coronavirus nicht möglich. Was also tun mit den vielen VR-Brillen? Das Staatstheater Augsburg macht aus der Not eine Tugend.

VR-Monolog: Der Verräter im eigenen Wohnzimmer

Dort hatte man nämlich eine pfiffige Idee: Das Angebot des Theaters soll mit einem kompletten VR-Repertoire erweitert werden. Dazu werden die eigens aufgezeichneten Stücke samt VR-Brillen an kulturbegeisterte Augsburger ausgeliefert. Bestellung und Bezahlvorgang erfolgen bequem online.

Den Start macht der 75-minütige Monolog „Judas“ von Lot Vekemans. Das Einmann-Theater wurde dafür in der Goldschmiedekapelle St. Anna aufgezeichnet.

Bei den VR-Brillen handelt es sich um Pico G2-Brillen, die für Unternehmen angeboten werden. Die LC-Displays bieten eine Gesamtauflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln (4K), die Bildwiederholrate liegt wie bei der Oculus Quest (Test) bei 75 Hz.

Die Pico G2 ist…

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