Immer mehr Menschen kaufen mit ihrem Smartphone ein und die Pandemie hat diesen Trend noch beschleunigt. Laut einer Marktstudie könnte AR-Shopping schon bald eine wichtige Rolle im Einkaufsverhalten zukommen.

Für die vom AR-Unternehmen Snap in Auftrag gegebene Studie haben Analysten von Foresight Factory 20.000 Konsumenten aus 12 Ländern befragt, darunter den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Eine Datenbank globaler Verbrauchertrends sowie Interviews mit Großhändlern und Start-ups, die an Shopping-Innovationen arbeiten, sind ebenfalls in die Untersuchung geflossen.

Das Ziel der Studie war, eine Momentaufnahme des globalen Shopping-Verhaltens zu erhalten und Trends für die Zeit nach der Pandemie vorauszusagen. Ein besonderes Augenmerk der Analyse liegt auf Online- und AR-Shopping.

Der Umfrage zufolge kauft ein Drittel aller Konsumenten mit dem Smartphone ein und rund die Hälfte der Generation Z (geboren zwischen 1997 und 2010) nutzt ihr Smartphone in Geschäften. Das zeigt die Bedeutung, die mobile Geräte fürs moderne Shopping haben.

AR-Shopping: Bald Standard für Generation Z?

Für 40 Prozent aller Befragten ist der größte Nachteil des Online-Einkaufs, dass sie Produkte nicht selbst sehen, berühren und ausprobieren können. Die Marktforscher schließen daraus, dass neue Möglichkeiten der Produktvorschau und -anprobe wie Augmented Reality kritisch werden für das E-Commerce-Erlebnis der Zukunft.

Bis 2025 sollen 36 Prozent aller Gen-Z-Konsumenten AR verwenden, bevor sie ein Produkt kaufen (das entspricht einer Steigerung von 57 Prozent gegenüber 2021) und bereits heute behaupten 56 Prozent aller Verbraucher, die AR beim Shopping genutzt haben, dass die Technologie sie zu einem Kauf ermutigt habe.

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit einem Praxisbericht der US-Baumarktkette Home Depot. Demnach würden Kunden, die eine AR-Vorschau nutzen, ein Produkt zwei- oder dreimal häufiger kaufen als Kunden, die sich lediglich ein 2D-Artikelbild im Online-Shop ansehen.

Zu den Produktkategorien, für die ein Drittel aller Konsumenten eine AR-Vorschau erwarten, gehören Kleidung, Beauty-Produkte, Möbel, Luxusartikel und Fahrzeuge.

Snap investiert in E-Commerce

Diese Zahlen zeigen, wohin die Reise für AR-Shopping geht und weshalb Snap, aber auch AmazonApple und Google in digital augmentierten E-Commerce investieren.

Im März übernahm Snap das Berliner Start-up Fit Analytics, das Konsumenten hilft, beim Online-Shopping die richtige Kleidungs- und Schuhgröße zu finden und mit Vertebrae erwarb Snap erst kürzlich eine Plattform, mit der Online-Händler Produkte in AR-konforme 3D-Modelle umwandeln können. Damit sicherte sich Snap eine Technologie, die Snapchat als Shopping- und Werbeplattform stärken wird.

Der Bericht ist auf dem Snap for Business Blog in zweifacher Ausführung erhältlich: einmal mit globalen und einmal mit US-Zahlen.

Titelbild: Amazon

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