Bei HTC geht es unverändert abwärts: 2018 fällt der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 62 Prozent.

Insgesamt verdiente HTC im Jahr 2018 umgerechnet rund 768 Millionen US-Dollar. Der Jahresumsatz 2017 lag noch bei mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Seit sieben Jahren sinken HTCs Umsätze kontinuierlich.

Dem massiven Umsatzrückgang 2018 steht zumindest im VR-Markt offenbar ein gewisses Wachstum gegenüber: Laut HTCs Taiwan-Präsident Darren Chen (via Focus Taiwan, CNA) konnten die VR-Verkäufe an ortsbasierte VR-Angebote in 2018 verdoppelt werden.

Dass HTCs Umsätze dennoch in den Keller rauschen, sagt viel über die Größe des weltweiten VR-Marktes aus. Hinzu kommt, dass HTC mit Vive Pro und Vive Focus zwei neue VR-Brillen auf den Markt brachte, die offenbar kein signifikantes Umsatzwachstum auslösen konnten. Offizielle Verkaufszahlen für VR-Brillen nennt HTC nicht.

Geld soll weiter in potenzielle Zukunftstechnologien fließen

HTC-Chefin Cher Wang geht davon aus, dass ihr Unternehmen in den vergangenen Monaten eine gute Basis für die Geschäftsentwicklung 2019 legte. Die Investitionen in potenzielle Zukunftstechnologien wie VR, AR, KI, 5G und Blockchain sollen fortgeführt werden.

Wang wird kommende Woche die Computermesse CES 2019 besuchen, auf der HTC voraussichtlich neue VR-Hardware vorstellen wird.

In diesem Jahr möchte HTC erneut im Smartphone-Markt angreifen, speziell in der Mittelklasse sowie im Highend-Bereich. Außerdem setzt das Unternehmen auf Wachstum im VR-Software-Store Viveport.

Die miese Umsatzentwicklung kommt bei den HTC-Angestellten an: Anfang des Sommers entließ HTC 1.500 Mitarbeiter, außerdem wird die Organisation umstrukturiert. Smartphone- und VR-Geschäft sollen zusammenwachsen.

Im Herbst 2017 verkaufte HTC circa die Hälfte des eigenen Smartphone-Geschäfts an Google. Gegenwert: 1,1 Milliarden US-Dollar.

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