Update vom 21. September 2017:

Google macht es offiziell: Das Unternehmen kauft Anteile an HTCs Smartphone-Sparte für 1,1 Milliarden US-Dollar und versucht so einmal mehr, im Bereich Hardware Fuß zu fassen. Durch den Deal hat Google Zugriff auf HTCs Patente. Ansonsten bestehen die Anteile offenbar hauptsächlich aus Mitarbeitern: Rund 2.000 HTCler, die an den Pixel-Smartphones mitwirkten, werden zukünftig in Googles Hardwareteam beschäftigt.

Das sind rund 50 Prozent von HTCs Entwicklern und Designern, von denen das Unternehmen nur mehr 2.000 statt 4.000 beschäftigt. Trotz der schwindenden Mitarbeiterzahl plant HTC weiter mit neuen Smartphones und der zweiten Säule Virtual Reality mit HTC Vive. Der Betrieb soll vorerst unverändert weitergehen.

Was wird aus Vive?

Womöglich könnten Google und HTC neben Smartphones gemeinsam neue VR-Technologien für das Vive-Ökosystem bauen. Die beiden Unternehmen kooperieren bereits zur kommenden autarken VR-Brille Vive Focus für Daydream, die voraussichtlich im November auf den Markt kommt und zwischen 500 und 600 US-Dollar kosten soll. Google hätte somit ein starkes Konkurrenzprodukt für Facebooks Oculus Rift, das als Marke bereits etabliert und positiv aufgeladen ist.

“Tolle Produkte zu bauen, die die Menschen täglich im Alltag nutzen, ist eine Reise. Wir investieren langfristig”, schreibt Googles Hardware-Chef David Osterloh.

Bei Twitter meldet sich Vives China-Präsident Alvin Wang Graylin zu Wort: HTC sei jetzt mehr als jemals zuvor darauf fokussiert, ein neues Ökosystem für Virtual und Augmented Reality aufzubauen.