HTC steckt in der Krise. Nun soll es ein neuer CEO richten.

Yves Maitre heißt der neue HTC-Chef, der vor dem Wechsel beim französischen Telekommunikationsunternehmen Orange eine hohe Führungsposition innehatte. Bei Orange kümmerte er sich um den Verkauf von Hardware, um mobile Dienste und Partnerschaften.

Der neue CEO sieht die Zukunft HTCs in XR, 5G und Künstlicher Intelligenz. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Ausbau von Diensten. So solle HTC nicht mehr nur Hardware für Konsumenten bauen, sondern ebenso komplette Dienste um diese Hardware herum.

Damit könnte die HTC-eigene VR-Plattform Viveport gemeint sein sowie spezielle VR-Unternehmenslösungen. Für letztere rief HTC kürzlich die Abteilung Vive Enterprise Solutions ins Leben.

VR-Investitionen zahlten sich bislang nicht aus

Yves Maitre ersetzt Cher Wang, die HTC seit 2015 leitete. “Als ich vor vier Jahren die Rolle des CEO übernahm, wollte ich HTC als komplettes Ökosystem neu erfinden und legte die Wachstumsgrundlagen für 5G und XR. Nun ist es an der Zeit, den Stab an eine starke Führungskraft weiterzugeben, die in die nächste Phase überleitet.” Wang bleibt trotz Führungswechsel Mitglied im HTC-Vorsitz.

Maitre erwartet eine schwierige Aufgabe: Er muss HTC wieder auf Erfolgskurs bringen. Das Unternehmen schreibt seit vielen Jahren rote Zahlen, weil das Smartphone-Kerngeschäft aufgrund starker Konkurrenz praktisch weggebrochen ist. Um sich über Wasser zu halten, verkaufte HTC 2018 gar einen Großteil seiner Smartphone-Abteilung an Google.

Der Jahresumsatz aus Verkäufen lag im letzten Jahr bei circa 770 Millionen US-Dollar, dem bis dato tiefsten Wert für das börsennotierte Unternehmen. Die Umsätze aus VR-Hard- und Software konnten die Verluste aus dem Smartphone-Geschäft jedenfalls nicht auffangen – trotz behaupteter Highend-Marktführerschaft in China.

Die jüngsten HTC-Produkte sind ein 5G-Hub und die im Oktober erscheinende VR-Brille HTC Vive Cosmos.

Titelbild: HTC, Quelle: PR Newswire

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