Coatsink investierte schon früh in Virtual Reality. Nun wurde das britische Studio für eine stattliche Summe aufgekauft.

Coatsink wurde 2009 von Tom Beardsmore and Paul Crabb gegründet. Das Studio entwickelte die Rätselspiele Esper und Esper 2 sowie das hervorragende Augmented Empire (Test) exklusiv für Samsung Gear VR und Oculus Go.

Das nächste große VR-Spiel des Studios war Shadow Point, ein Launchtitel der Oculus Quest, das zugleich für Oculus Rift (S) herauskam. Coatsink vertreibt außerdem die Quest-Version der Militärsimulation Onward und arbeitet an den Quest-Spielen Jurassic World Aftermath und Sniper Elite VR, die 2020 für die Quest-Plattform erscheinen sollen.

Das Studio, das auch herkömmliche Spiele entwickelt, pflegte schon früh eine gute Beziehung mit Facebook: Die Mehrheit der VR-Projekte wurde von den Oculus Studios unterstützt und vertrieben und erschienen exklusiv für Oculus-Plattformen.

Fünf Projekte in Arbeit

Nun wurde Coatsink von der schwedischen Thunderful Group aufgekauft, die sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Videospielen spezialisiert. Die Holding-Gesellschaft will mit der Übernahme sein Spielegeschäft erweitern.

Die Übernahmesumme beträgt umgerechnet circa 25 Millionen Euro. Die Hälfte dieser Summe besteht aus Anteilsscheinen. Weitere 47 Millionen Euro winken, falls Coatsink seine Geschäftsziele für das Jahr 2021 und 2022 übertrifft. Die Gründer und eine Reihe von Angestellten sitzen ab sofort im Thunderful-Vorstand.

Coatsink soll seine Arbeit als unabhängiges Studio fortführen. Rund fünf teils noch unangekündigte Titel befinden sich zurzeit bei Coatsink in Entwicklung.

Virtual Reality im Aufwind?

Die Akquisition fällt in einen Zeitraum verstärkter Investitionen in VR-Studios.

Anfang Oktober erhielt das bekannte VR-Studio Survios (Creed: Rise to Glory, Westworld Awakening) weitere 17 Millionen US-Dollar Risikokapital, Mitte September wurde Vertigo Games (Arizona Sunshine, After The Fall) von Koch Media für 50 Millionen Euro übernommen und im Juli erhielten die Entwickler des VR-Sportspiels FitXR eine Finanzierung über 6,3 Millionen US-Dollar.

Die Investitionsbereitschaft dürfte mit den wachsenden Erfolgen der Oculus Quest und den anhaltend starken VR-Investitionen seitens Facebook zusammenhängen. Das Unternehmen übernahm seit November 2019 selbst drei VR-Studios und bringt Mitte Oktober rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft Oculus Quest 2 (alle Infos) auf den Markt.

Titelbild: Coatsink

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Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

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Hinweis: Wie lange die Bestellung über Amazon Frankreich möglich sein wird, ist noch nicht bekannt, auch nicht, ob die VR-Brille tatsächlich ausgeliefert wird. Die dauerhafte Funktion nach einem Login mit einem deutschen Facebook-Account ist ebenfalls nicht garantiert – auch wenn eine regionale Sperre seitens Facebook zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich ist.

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