Im neuen iPad Pro schlummert ein Tiefensor für 3D-Scanning und verbesserte Augmented Reality, für den es allerdings noch kaum Apps gibt. Nun ist eine Anwendung erschienen, mit der Nutzer ihre Wohnung in 3D einscannen, teilen und als CAD-Modell exportieren können.

Die App stammt vom US-Unternehmen Occipital, das seit vielen Jahren Hard- und Software für 3D-Scanning entwickelt. Dazu gehört das Tiefenkamerazubehör Structure Sensor, das sich an ein iPad oder iPhone stecken lässt, um Räume binnen Sekunden dreidimensional einzufangen.

Die Companion-App des Sensors namens Canvas unterstützt jetzt den LIDAR-Scanner des neuen iPad Pro und kommt damit auf ebenso gute Scanningresultate – ohne das Kamerazubehör.

Die angefertigten 3D-Modelle sind farbig und erlauben die Vermessung der Wohnung und Einrichtung. Nutzer können digitale Vermerke an Objekten anbringen, den 3D-Scan via Web-App mit anderen Nutzern teilen oder als CAD-Datei für die Weiterverarbeitung exportieren.

Tiefensensor wird zum Apple-Standard

Der LIDAR-Scanner des iPad Pro ist auch deshalb interessant, weil er mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten iPhones und iPads verbaut sein wird. So stünden Apps wie Canvas zukünftig sehr viel mehr Nutzern offen. Durch die größere Verbreitung der Hardware dürften wiederum mehr Entwickler AR-Apps für den Sensor kreieren.

Der Tiefensensor soll darüber hinaus in Apples kommender AR-Brille zum Einsatz kommen, will Apple-Leaker Jon Prosser jüngst erfahren haben. Weil die Kamera nur Tiefeninformationen einfängt, soll sie datenschutztechnisch weniger bedenklich sein als eine RGB-Kamera. Die Apple-Brille soll im vierten Ende 2021 oder Anfang 2022 erscheinen und 499 US-Dollar kosten.

Angekündigt werden soll sie im Oktober 2020 mit dem iPhone 12, abhängig davon, ob wegen der Coronakrise genug Journalisten vor Ort sein können, sagt Prosser.

Neuigkeiten zu Apples AR-Plänen dürfte es auf der nächste Woche stattfindenden Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2020 geben. Erste versteckte Hinweise auf eine AR-Brille gab Apple schon.

Quelle: CNET, Titelbild: Occipital

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