Cambria: Metas Headset könnte PC-VR-Upgrade bringen

Cambria: Metas Headset könnte PC-VR-Upgrade bringen

Project Cambria wird eine bessere PC-VR-Brille als Meta Quest 2. Darauf deuten Leaks und Datamining-Funde.

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Die Meta Quest 2 ist primär eine Spielkonsole. Mit Project Cambria strebt Meta mehr an: Das Highend-Headset soll vielseitiger einsetzbar sein und eines Tages als Arbeitsgerät taugen.

Im Kontext von Produktivität und Arbeit liegt nahe, dass Meta auch an einer verbesserten PC-VR-Unterstützung arbeitet. Sowohl Oculus Link als auch Air Link könnten ein Upgrade erhalten, versprechen Leaks und Firmware-Funde.

Cambria: Oculus Link ohne Kompromisse?

Importprotokollen zufolge könnte Cambria anders als Meta Quest 2 Wi-Fi 6E unterstützen für höheren Datendurchsatz und geringere Latenzen mit Air Link bei einem entsprechenden Netzwerk-Setup. Doch auch Oculus Link könnte ein Upgrade bekommen.

Geleakte Cambria-Baupläne zeigen, dass das Headset mit einer Klammer für die Wegführung eines Oculus-Link-Kabels (siehe unten in Orange) kommen könnte – was eine stärkere Fokussierung auf PC-VR nahelegen könnte, als bislang gedacht.

Der Bauplan der Cambria-Brille mit USB-C-Buchs und Kabelklammer.

Der Bauplan zeigt die Kopfhalterung mit USB-C-Anschluss und Klammer. | Bild: Brad Lynch / Meta

Das Datamining-Netzwerk um Samulia und Co. fand zudem Codezeilen in der jüngsten Quest-Firmware, die auf kommende DSC-Unterstützung hindeutet.

Das heißt, dass Cambria eine Kabelverbindung zum PC ohne Einbußen bei Latenz und Bildqualität bekommen und damit eine vollwertige PC-VR-Brille werden könnte – sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

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DP Alt-Mode: USB-C emuliert Displayport

DSC (Display Stream Compression) ist ein VESA-Standard, der eine praktisch verlust- und latenzfreie Komprimierung von Videodaten selbst bei sehr hohen Auflösungen garantiert. Die HTC Vive Pro 2 mit ihren 2.448 Bildpunkten pro Auge unterstützt DSC. Eine ähnliche Lösung könnte auch Cambria zugutekommen.

Lynch geht auf Basis dieses Firmware-Funds davon aus, dass das Headset „DP Alt-Mode“ unterstützen wird. Damit ist ein spezieller USB-C-Port gemeint, der Videodaten so übermitteln kann, als läge ein Displayport-Anschluss vor.

Sowohl Oculus Link als auch Air Link komprimieren und konvertieren das Videosignal in ein Format, das eine Übertragung mittels USB-C-Kabel möglich macht. Mit Unterstützung für DP Alt-Mode und DSC wäre das nicht mehr erforderlich.

Somit könnte Cambria, gepaart mit dem richtigen Kabel, mit reinen PC-VR-Brillen oder hybriden Geräten wie der Pico Neo 3 Link mithalten – und höchste Ansprüche von PC-VR-Puristen erfüllen.