Spectacles 3: Dritte Generation der Snapchat-Brille vorgestellt

Spectacles 3: Dritte Generation der Snapchat-Brille vorgestellt

Snap hat die dritte Generation der Spectacles angekündigt. Sie bietet zwei statt nur einer Kamera und wartet mit besonderen 3D-Effekten auf.

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Die Brille besteht aus rostfreiem, leichten und robusten Stahl sowie zwei dunkel getönten Linsen, die gegen Sonnenlicht schützen. Sie kommt in zwei farblichen Ausführungen (siehe Abbildung unten) und ist anders als die Spectacles 2 nicht wasserresistent.

Die dritte Generation hat auf beiden Seiten eine HD-Kamera verbaut, die Bilder mit 1.642 mal 1.642 Bildpunkten und Videos mit 1.216 mal 1.216 Bildpunkten bei 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Aufgenommen werden die Bilder und Videos mit einem Knopf an der Seite der Brille. Vier Mikrofone sollen hochwertige Audioaufnahmen ermöglichen.

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Aufnahmen werden noch immer nicht automatisch auf das eigene Snapchat-Konto geladen - ein häufiger Kritikpunkt von Testern der ersten beiden Spectacles. Ist die Brille per Bluetooth oder Wi-Fi mit dem Smartphone verbunden, müssen Videos und Bilder manuell in die Snapchat-App übertragen werden. Erst dann können sie überarbeitet, veröffentlicht und weiter verschickt werden.

Snap_Spectacles_3_Modelle

Die beiden Farbmodelle. BILD: Snap

Neue AR-Spielereien

Die Doppelkamera ermöglicht neue 3D-und AR-Effekte: 3D-Snaps mit Tiefeneindruck sowie spezielle 3D-Filter- und Linsen, die Videos und Bilder um dreidimensionale AR-Grafiken, Sticker und Charaktere erweitern. Entwickler sollen später in diesem Jahr eigene Effekte für die Spectacles 3 programmieren können.

Im Lieferumfang enthalten ist auch ein "3D Viewer" aus Pappe ähnlich Google Cardboard. Mit ihm und einem Smartphone als Display kann man die Aufnahmen in stereoskopischem 3D anschauen.

Die Batterielaufzeit wurde gegenüber der früheren Generation nicht verbessert, allerdings arbeiten in den Spectacles 3 auch zwei Kameras. Die Brille soll laut Snap bis zu 70 Videos und mehr als 200 Fotos aufzeichnen können, bevor man sie erneut laden muss. Der Speicher beträgt vier Gigabyte und reicht für bis zu 100 Videos und 1.200 Fotos.

Geladen wird die Brille mittels eines mitgelieferten Etuis, der Ladevorgang dauert 75 Minuten. Das Etui wird seinerseits mit einem USB-C-Kabel geladen und kann gänzlich gefaltet werden, wenn es leer ist.

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Wesentlich teurer als die Vorgänger

Die Spectacles können ab sofort auf der offiziellen Internetseite vorbestellt werden. Ausgeliefert werden sie ab November 2019.

Der Preis liegt bei 370 Euro. Das ist erheblich teurer als die Brillen der ersten und zweiten Generation, die mit 175 bzw. 230 Euro zu Buche schlagen und noch immer erhältlich sind.

Die Spectacles 3 wird anders als die Vorgängermodelle in limitierter Stückzahl hergestellt. Das wird dem Umstand geschuldet sein, dass die Vorgänger floppten.

Als Zielgruppe sieht Snap "kreative Typen mit Modebewusstsein". Das Gleiche trifft auf die modische Datenbrille North Focals zu, die soziale Akzeptanz vor Highend-AR-Technik priorisiert.

Snap ist noch radikaler und verzichtet ganz auf ein AR-Display, auch wenn AR-taugliche Spectacles wohl nur noch eine Frage der Zeit sind, geht man nach aktuellen Aussagen von Snap-Entscheidern.

Titelbild: Snap, Quelle: Techcrunch, The Verge

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