Das Tinder des Metaverse ist da: Neue Dating-App Nevermet

Das Tinder des Metaverse ist da: Neue Dating-App Nevermet

Liebe und Sex: Das muss es auch im Metaverse geben. Vorhang auf für die Dating-App Nevermet.

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Nevermets sind Paare, die eine Internetbeziehung führen, ohne sich im echten Leben getroffen zu haben, erklärt das Urban Dictionary, ein auf englischen Slang spezialisiertes Online-Wörterbuch.

Die Dating-App Nevermet sieht sich wie Tinder und Konsorten als Plattform für Partnersuche, nur dass hier nach VBFs und VGFs gesucht wird: Virtual Boyfriends und Girlfriends.

Schenkt man dem Philosophen David Chalmers Glauben, dann ist der Cyperspace genauso real wie der Meatspace. Kein Wunder also, dass hier wie dort das gleiche Problem besteht: Wie findet man sein Herzblatt oder macht zumindest den ersten Schritt? Insbesondere dann, wenn das Gegenüber in Gestalt einer Banane oder eines Kaninchens daherkommt.

Metaverse-Tinder: Zutritt nur für Avatare

Das ist auch schon der größte Unterschied zwischen Tinder und Nevermet. Bei letzterer Plattform spielt das reale Aussehen keine Rolle.

Das betonen auch die Entwickler: Auf Nevermet sind keine Personenfotos zugelassen, nur Bilder von Avataren. Profile werden von einem Moderatoren kontrolliert. Hier rücken demnach andere Faktoren in den Vordergrund, wie der Klang der eigenen Stimme.

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Ansonsten funktioniert Nevermet wie Tinder und Konsorten. Nutzer:innen erstellen ein Profil und legen fest, für welches Geschlecht und welche Altersgruppe sie sich interessieren. Statt eines physischen Wohnorts nennen sie einen virtuellen. Die Orte tragen Namen wie VRChat, Rec Room und Horizon Worlds.

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Anschließend geht es ans Swipen. Im Falle eines Matchs können sich die angehenden Liebenden Textnachrichten zuschicken und sich zu einem VR-Date verabreden. Wer Freundschaften sucht, ist ebenfalls willkommen, schreibt das Nevermet-Team.

Metaverse-Dating: Eine Idee mit Zukunftspotenzial?

Entwickelt wurde Nevermet von Cam Mullen und Solaris Nite (kein Künstler:innen- oder Avatarname). Gemeinsam schufen sie die Social-VR-Apps Couch, Somewhere und Cheerio.

Letztere ist ganz auf das Kennenlernen und Knüpfen sozialer Kontakte ausgelegt und soll besonders beliebt sein – weshalb sich die Start-up-Gründer entschieden haben, die Idee weiterzuentwickeln. So entstand Nevermet, für das sich auch eine Reihe von Investoren wie Draper, Boost VC, Greg Castle und Anorak Ventures begeisterten.

Zukunftspotenzial hat die Dating-App, unabhängig davon, ob Mark Zuckerbergs hochfliegende Metaverse-Vision in Erfüllung geht. Junge Menschen wachsen auch ohne VR-Brille schon mit und in digitalen Umgebungen auf – Games, Social-Apps, Videokonferenzen – weshalb die Idee eines Metaverse-Dating für viele von ihnen wohl logisch ist. Das legt zumindest der gefeierte Dokumentarfilm We Met in Virtual Reality nahe.

Einen Vorteil haben die digitalen Welten bestimmt: dass physische Übergriffe unmöglich sind. Und vielleicht spielt die Persönlichkeit am Ende doch eine wichtigere Rolle als im Meatspace. Schließlich weiß im Metaverse jeder, dass der Avatar nur ein digitales Kleid ist.

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