Was meine VR-Spiele des Jahres gemeinsam haben

Was meine VR-Spiele des Jahres gemeinsam haben

Ich habe noch nie so viel Zeit in VR verbracht wie 2021. Das verdankt sich einer Welle hervorragender VR-Spiele, die etwas gemeinsam haben.

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Ich bin kein Core-Gamer und verbringe nur eine Handvoll Stunden pro Woche mit VR-Spielen, was zu Teilen auch beruflich bedingt ist. Doch dieses Jahr war das ein bisschen anders.

Dank der Einfachheit der Meta Quest 2 (Test) und einem nicht enden wollenden Strom toller VR-Spiele verbrachte ich hier und da mehrere Stunden pro Tag in der VR, manchmal ein oder zwei Wochen am Stück. Und hatte eine wirklich gute Zeit dabei.

Ich kann in diesem Artikel nicht auf jedes VR-Spiel eingehen, das mich gefangen nahm. Aber drei Titel, die es mir besonders angetan haben, will ich hier als leuchtende Beispiele erwähnen: Demeo, Cosmodread und Song in the Smoke.

Diese VR-Spiele haben Gemeinsamkeiten, die sie zu Hits machen und erneut belegen, dass das Medium und die VR-Spielentwicklung große Schritte nach vorne gemacht hat.

Mehr als „nur VR“: Hervorragendes Spieldesign

Alle drei Titel haben ein starkes spielmechanisches Fundament. VR-Spiele müssen heutzutage mehr bieten als ein tolles VR-Design. Viele frühere Titel versteckten sich hinter ihrer technischen Neuheit, dem Umstand, dass sie VR-Spiele sind – als wäre das die einzige Attraktion, die sie bieten.

Nein, aktuelle VR-Spiele müssen an sich, das heißt, als Spiele überzeugen und die genannten Titel tun das, jedes auf seine Weise: Demeo durch sein D&D-Regelwerk, das man erst nach und nach entdeckt, Cosmodread durch seinen gekonnt ausbalancierten Roguelite-Horror und Song in the Smoke durch seine gelungene Kombination aus Überlebenssimulation, Erkundung und Crafting.

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Kapitänin Olivia Rhodes
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Der Koop-Dungeon-Crawler Demeo macht süchtig und lässt die Stunden im Nu vorübergehen. | Bild: Resolution Games

Alle drei Spiele würden etwas einbüßen, wenn man sie ihres VR-Aspekts beraubte, aber sie würden dennoch bestens unterhalten. Hier dreht sich nicht mehr alles um Virtual Reality, die neue Technologie setzt dem Erlebnis nur die Krone auf. Das ist 2021 ein Qualitätsmerkmal.

Mehr als „VR-Minispiele“: Viele Stunden Unterhaltung

Eine weitere Gemeinsamkeit der genannten VR-Spiele ist, dass man viel Zeit in dessen Welten verbringen kann.

Wer Cosmodreads Ende sehen will, schafft das in unter zehn Stunden. Aber ich habe zwei bis drei Mal so viel Zeit auf dem verseuchten Raumschiff verbracht, um alles über dessen Geschichte herauszufinden und sämtliche Blaupausen zu finden. Und langweilte mich dabei keine Sekunde.

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Naturszene mit Fluss und Felsen aus Song in the Smoke

Song in the Smoke ist eines der wenigen Survival-Games für Virtual Reality und richtig gut geworden. | Screenshot: MIXED

Song in the Smoke ist dank seiner offenen Welten und abwechslungsreicheren Interaktionen wesentlich umfangreicher als Cosmodread und allein in Demeos Verließen habe ich jenseits der 60 Stunden verbracht, manchmal zwei oder mehr Stunden am Stück.

Kurze, seichte VR-Spielchen für zwischendurch? Das sind diese Titel ganz sicher nicht. Wer sich für ein paar Stunden verlieren, die Welt und die Zeit vergessen will, kann das mit diesen VR-Spiele problemlos tun. Für den alteingesessenen VR-Spieler in mir ist es wohltuend, dass es immer mehr solcher VR-Spiele gibt.

Indie-VR auf dem Vormarsch: Von kleinen Studios produziert

Wer denkt, dass solche VR-Spiele von großen Studios produziert wurden, täuscht sich. Demeo hatte sicher das größte Team. Bei Resolution Games arbeiten mehr als 100 Angestellte, allerdings werden dort zahlreiche Titel parallel entwickelt und gepflegt.

Für das kleine Japan-Studio 17-Bit ist Song in the Smoke das bislang größte und ambitionierteste Spielprojekt, was man dem VR-Spiel nicht anmerkt.

Cosmodread wirkt unscheinbar, aber ist hoch spannend, motivierend und gruslig. | Bild: White Door Games

Und Cosmodread? Schwer zu glauben, aber das Horrorspiel wurde von nur einem Entwickler, Sergio Hidalgo, geschaffen, der sich hier und da Hilfe dazuholte.

Diese dritte Gemeinsamkeit zeigt erneut, dass die VR-Entwicklung gereift und aus der Experimentierphase herausgefunden hat. Das Ergebnis sind immer mehr VR-Spiele mit spielerischem Tiefgang, die über viele Stunden hinweg fesseln, obwohl sie von relativ kleinen Teams entwickelt wurden.

Das stimmt positiv und lässt mit viel Vorfreude ins nächste Jahr blicken. Weitere Jahreshits findet ihr in unserer Liste der besten VR-Spiele 2021.

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