Viveport Netflix-Abo: Get played, get paid

Viveport Netflix-Abo: Get played, get paid

Mit Viveport Infinity startet HTC einen Netflix-ähnlichen Service für Virtual-Reality-Apps. Für Verbraucher ist das toll: Sie haben viel Auswahl für kleines Geld. Ist der Service fair für Entwickler?

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Mit dem Abo-Angebot "Infinity" startete HTC Anfang April die nächste Ausbaustufe des Viveport-Abos: Für 15 Euro im Monat oder 114 Euro im Jahr können Abonnenten 600 VR-Apps und -Spiele unbegrenzt spielen.

Viveport-Präsident Steiber sprach auf der GDC 2019 über das Finanzierungsmodell von Viveport Infinitiy. Entwickler werden entlang der Nutzung ihrer App bezahlt: Je mehr einzelne Nutzer die App starten, desto höher ist der Anteil der Aboeinnahmen, die an das Entwicklerstudio ausgeschüttet werden.

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Würde ein Nutzer einen Monat lang nur ein Spiel spielen, so würden dessen Aboeinnahmen - abzüglich HTCs Anteil - komplett an das Entwicklerstudio gehen. Im alten Abomodell, bei dem Nutzer fünf Titel pro Monat wählten, lag die maximale Einnahmegrenze für Studios bei 1,25 US-Dollar pro Nutzer.

Insgesamt würde das neue Abomodell Nutzer dazu einladen, mehr Apps zu testen. Steiber schätzt, dass ein Nutzer im Durchschnitt circa drei bis vier Spiele pro Monat ausprobiert. Das soll jenen Entwicklerstudios helfen, deren Titel weniger bekannt sind.

Oculus-Manager Jason Rubin kritisierte kürzlich indirekt HTCs Netflix-Modell: Es sei nicht möglich, die Aboeinnahmen gerecht auf die Entwicklerstudios zu verteilen, da Videospiele untereinander weniger vergleichbar seien als beispielsweise Songs oder Filme.

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Ready Player One App hatte über 100.000 Downloads

Nutzungsdaten zu Viveport verrät Steiber nicht, nur so viel: Das Viveport exklusive und kostenlose "Ready Player One"-Abenteuer, das entlang des Films veröffentlicht wurde, hatte laut Steiber "deutlich über 100.000 Downloads am Anfang". Die Software erschien allerdings auch bei Steam.

Im Jahr 2019 lockt HTC Entwickler zusätzlich mit einem handfesten finanziellen Vorteil auf die eigene Plattform: Viveport-Publisher erhalten statt der branchenüblichen 70 Prozent des Umsatzes 80 Prozent. In den 20 Prozent von HTC stecken laut Steiber auch die Transaktionsgebühren: "In Wirklichkeit bekommen wir 15 Prozent."

Steibers Ausblick: 2019 will HTC die Abonnentenzahl bei Viveport verdreifachen.

Quelle: HTC Vive, Titelbild: HTC

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