Facebooks VR- und AR-Manager Jason Rubin ist kein Fan einer Netflix-Flatrate für (VR-)Games. Er sieht einzelne Entwicklerstudios zwangsläufig im Nachteil.

Fast schon emotional wurde Rubin, als bei einem Oculus-Presse-Event in London ein eventuelles Flatrate-Angebot für den Oculus Store zur Sprache kam.

Wettbewerber HTC bietet im eigenen VR-Store Viveport neuerdings so eine Flatrate an: Für rund 15 Euro im Monat können VR-Fans aus circa 600 Apps frei auswählen und sie beliebig lange nutzen, solange ihr Abo aktiv ist.

Bei Oculus wird es ein vergleichbares Angebot unter Rubin nicht geben: Für ihn sind Games nicht vergleichbar mit linearen Medien wie Songs oder Filme, die untereinander viel ähnlicher und eher austauschbar seien als Spiele. Ein Flatrate-Abo könne entsprechend nicht fair gestaltet werden.

“Der eine Song geht vier Minuten und der andere drei, aber im Endeffekt sind es Songs”, sagt Rubin. Daher sei es beispielsweise bei Musik- oder Filmstreaming recht einfach, den Umsatz der Abo-Plattform gerecht auf die Anbieter zu verteilen.

Nicht so bei Spielen: “Wenn man Last of Us mit Skyrim oder Call of Duty vergleicht, wie soll man den Umsatz gerecht verteilen? Es ist sehr schwierig für mich, diese Verhandlungen zu führen.”

Nur “alter Kram” oder “Müll”

Abo-Services für Games böten daher generell eher alte Spiele, bei denen der Umsatz schon kein Thema mehr sei, und “Müll”. “Niemand will ein Abo mit altem Kram oder Müll”, sagt Rubin.

Zukunft sieht Rubin in Geschäftsmodellen wie bei Epics Multiplayer-Hit Fortnite, bei denen das Spiel kostenlos angeboten wird und auf lange Spielzeiten bei hoher Kundenbindung ausgelegt ist. Geld verdient wird über den Verkauf zusätzlicher Inhalte. “Ich denke, das ist die Richtung, in die sich die Spieleindustrie generell bewegt”, sagt Rubin.

Titelbild: Oculus

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