Die im Frühjahr offiziell vorgestellte Varjo XR-1 bietet hochauflösende Durchsicht-Mixed-Reality für Unternehmen und Designer. Die Entwicklerversion ist ab sofort erhältlich – und nicht gerade billig.

Die Varjo XR-1 ist ein Kamera-Upgrade von Varjos Erstlingsbrille VR-1, die Anfang 2019 erschien und sich ebenfalls an professionelle Anwender richtete. Das Besondere an Varjo-Geräten ist ein Doppeldisplay, das in der Bildmitte ein knackscharfes Bild bietet.

In seinem Varjo-Test schrieb MIXED-Autor Christian Steiner: “Varjo VR-1 macht abseits des aktuellen Mehrwerts für die Industrie Lust auf die VR-Zukunft. Die Finnen-Brille zeigt, dass bei gängiger VR-Technologie optisch noch viel Luft nach oben ist, insbesondere dann, wenn sich die beeindruckende Auflösung des Fokus-Displays eines Tages über das gesamte Sichtfeld erstreckt. Bis dahin ist’s aber noch ein weiter Weg, allein wegen der notwendigen hohen Rechenleistung.”

Für die XR-1 wurde die VR-1 um zwei an der Vorderseite des Gehäuses angebrachte Zwölf-Megapixel-Kameras erweitert. Die nehmen die Umgebung auf und streamen sie auf die Displays der MR-Brille, wo sie um digitale Elemente erweitert werden können. So können Nutzer bei Wunsch zwischen VR- und AR-Modus wechseln. Die XR-1 hat wie die VR-1 Eye-Tracking integriert.

Varjo_Vergleich

In der Mitte des Displays ist das Bild wesentlich schärfer als bei herkömmlichen VR-Brillen. BILD: Varjo

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Der Vorteil von Durchsicht-MR: Die XR-1 hat ein wesentlich größeres Sichtfeld als Hololens 2 und Magic Leap One. AR-Elemente überlagern die Umgebung zudem vollständig statt halbtransparent. Dafür ist die Brille wesentlich wuchtiger und isolierender und die Außenwelt wirkt nicht ganz so natürlich, wie wenn man durch ein transparentes Display blickt. Das bestätigen erste Tests.

Die Entwicklerversion der XR-1 kostet 10.000 Euro und kann ab sofort auf der offiziellen Internetseite bestellt werden. Hinzu kommen Kosten im Umfang von 2.000 Euro für Software und Support.

Varjo hat außerdem die Nachfolger der VR-1 im Angebot: Die im Oktober gestartete VR-2 und VR-2 Pro, die 5.000 bzw. 6.000 Euro kosten. Auch hier kommen zusätzliche Kosten von 800 bzw. 1.000 Euro für Software und Support hinzu.

Die neue Version der nicht mehr verkauften VR-1 bietet ein leicht verbessertes Doppeldisplay und Eye-Tracking, das Pro-Upgrade zusätzlich ein Ultraleap-Modul für Handtracking. MIXED-Podcaster Tobias Kammann konnte die Varjo VR-2-Pro ausprobieren: Er fand die Leistung des Fingertrackings “sehr gut”, den Aufpreis fürs Fingertracking-Modul jedoch happig.

Titelbild: Varjo

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