Mit der VR-2 Pro bringt der finnische Brillenhersteller Varjo eine verbesserte Version der eigenen VR-Brille für Profis auf den Markt.

Das ging schnell: Erst im Februar brachte der finnische VR-Brillenhersteller Varjo die VR-Brille VR-1 (Test) für Profis auf den Markt. Highlight der Brille ist ein aufwendig konstruiertes Doppel-Display, das besonders in der Bildmitte ein knackscharfes Bild bietet, das laut Hersteller die maximale Sehschärfe 20/20 erfüllt. Mit einem Preis von rund 6.000 Euro richtet sich das Gerät explizit an professionelle Nutzer.

Zusätzlich kündigt der Hersteller jetzt die Modelle VR-2 und VR-2 Pro an. Sie unterstützen neu Inhalte bei SteamVR und OpenVR mit bis zu 4K pro Auge (40 PPD). Maximal bietet die VR-Brille bis zu 60 PPD / 3000 PPI bei 60 Hz oder 90 Hz. Beide neuen VR-Brillen richten sich wie das Vorgängermodell an Profis. Die SteamVR-Unterstützung ist auch für Varjo VR-1 verfügbar.

Das Pro-Modell der VR-2 kommt zusätzlich mit integriertem Handtracking der Firma Ultraleap. Das Kameramodul ist in die Vorderseite der Brille eingelassen. VR-Trainingsszenarien, in denen der Trainierende Hebel und Schalter bedient, beispielsweise in einem Cockpit, sollen davon besonders profitieren.

Besseres Eye-Tracking und Bild

An der Auflösung der VR-Brille hat sich nichts geändert: Der 0,7 Zoll kleine Micro-OLED-Screen deckt mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten pro Auge bei 60 Hz genau den Bereich ab, den der VR-Brillenträger fokussiert, wenn er geradeaus durch die Linsen schaut. Das periphere Sichtfeld wird vom 3,5 Zoll großen Kontext-Display gefüllt, ebenfalls OLED-Technologie, das im Vergleich zum Fokus-Display mit 1.440 mal 1.600 Bildpunkten pro Auge bei 90 Hz im Verhältnis zur Displaygröße deutlich geringer auflöst.

Auf der Webseite verspricht Varjo für VR-2 eine bessere periphere Sicht sowie höhere Farbkonsistenz. Der Unterschied zwischen Fokus- und Kontextdisplay soll beim neuen Modell weniger deutlich sein. Auch das Eye-Tracking-System soll verbessert sein und schneller sowie akkurater arbeiten. An der Sichtfeldweite von 87 Grad hat sich nichts getan.

Das folgende Video zeigt das überarbeitete Eye-Tracking-System bei einer Supermarkt-Demo im Einsatz: Es protokolliert, welche Waren wann und wie lange angesehen werden. Dank Photogrammetrie-Technologie wirkt die Supermarktumgebung fotorealistisch. Entwickelt wurde die Anwendung von Varjo selbst für Demozwecke.

Der Verkauf für beide Geräte startet ab sofort. Der Preis liegt bei rund 5.000 US-Dollar für VR-2 und knapp 6.000 US-Dollar für VR-2 Pro. Hinzu kommt Varjos Service für Software und Support ab einer Jahresgebühr von rund 800 US-Dollar.

Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit gibt es auf der offiziellen Webseite. Die VR-2 Pro wird auf der AWE in München vom 17. bis 18. Oktober erstmals vorgeführt.


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