Ultimechs angespielt: VR-Spiel mixt Rocket League mit Mech-Action

Ultimechs angespielt: VR-Spiel mixt Rocket League mit Mech-Action

Mech-Sportler, Raketenfäuste und spektakuläre Tore: Wir haben auf der Gamescom 2022 das neue Sportspiel der Demeo-Macher angespielt.

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Während sich herkömmliche Spiele oft gegenseitig kopieren, gibt es unter Virtual-Reality-Titeln auch angenehm kreative Experimente. Das neue VR-Spiel von Resolution Games (Blaston, Demeo) verbindet auf clevere Weise Mech-Action mit Ballsport zu einem süchtig machenden Mix.

Ohne Vorbilder kommt auch Ultimechs nicht aus: Auf den ersten Blick erinnert die schlichte Arena im Metallkäfig stark an das beliebte Auto-Fußballspiel Rocket League. Auch hier geht es darum, in kurzen Matches möglichst viele Tore zu erzielen, entweder im direkten Duell oder in zwei Zweierteams.

Wir haben das VR-Sportspiel auf der Gamescom 2022 und danach noch mal auf Steam angespielt – und sind begeistert.

Arena-Sport für Meta Quest 2, Pico Neo 3 Link und SteamVR

Ein wichtiger Unterschied zu Rocket League wird schon in den ersten Sekunden klar: Der Ball wird mit den Mech-Fäusten durch die Arena geboxt. Ähnlich wie ein schnelles ferngesteuertes Flugzeug kann ich meine Fäuste nach dem Abschuss durch Bewegung der VR-Controller lenken und so den Ball aus verschiedenen Winkeln treffen.

Dabei ist allerdings die Distanz entscheidend, denn die Raketenfäuste fliegen nicht unendlich weit. Hier kommt die blitzschnelle Fortbewegung zum Zuge.

„Wir haben ursprünglich auch mit freier, flüssiger Bewegung für Ultimechs experimentiert“, erzählt uns Tommy Palm, der CEO von Resolution Games, auf der Gamescom 2022. Am Ende habe man sich aber dagegen entschieden und stattdessen auf Positionspunkte in der Arena gesetzt.

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Ähnlich wie bei einem Brettspiel (oder etwa im VR-Shooter Rogue Ascent) wechseln Spielende in Echtzeit zwischen 24 vorgegebenen Feldern: Einfach den Controller auf ein benachbartes Feld richten und auf Knopfdruck springt der Mech exakt dorthin.

„Ein Vorteil dieser schachbrettartigen Aufteilung ist etwa die Möglichkeit, einen Gegner strategisch zu blocken“, erklärt Tommy Palm. Außerdem verhindert das Teleportationsprinzip Motion Sickness. Langsamer wird die Action dadurch übrigens nicht: In Sekunden springen die Mechs vor das gegnerische Tor und wieder zurück.

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Im Sitzen kann man Ultimechs auch spielen – allerdings solltet ihr einen Drehstuhl benutzen. Sich per Analogstick zu drehen, ist deutlich langsamer, als die Blickrichtung physisch anzupassen. Die Position des Balles wird ähnlich wie in Rocket League durch eine Markierung angezeigt, wenn er sich nicht im Sichtfeld befindet.

Hinzu kommen Spezialfähigkeiten der drei Mech-Klassen, die sich mit Items aufladen, die gelegentlich in der Arena auftauchen. Mit dem Sniper-Schuss sind wir noch nicht warm geworden: Damit bugsiert man den Ball aus größerer Entfernung ins Tor oder setzt kurzzeitig Gegner außer Gefecht. Besser gefiel uns eine frei platzierbare Barriere zum Schutz einer Flanke. Auch nützlich: die Faust-Explosion. Sie schleudert den Ball oder auch zwei Gegner gleichzeitig mit Wucht durch die Arena.

Ultimechs: VR-Nachschub von den Demeo-Machern

In der Gamescom-Demo, die bis zum 28.08. auch auf Steam verfügbar ist, gibt es lediglich zwei Modi, ein Training, Ranglisten, diverse Party-Funktionen und ein paar kosmetische Extras.

Letztere lassen sich mit Erfahrungspunkten über den zweistufigen Season-Pass freischalten. In der kostenpflichtigen Variante finden sich exklusive kosmetische Boni. Es bleibt abzuwarten, ob das Free2Play-Konzept genug Einnahmen im immer noch vergleichsweise kleinen VR-Markt generieren kann.

Der Spieler schaut in der Metallarena von Ultimechs auf den großen Ball und das Tor.

Das schnelle, freie Umschauen mit dem Kopf in VR sorgt für ein ganz anderes Spielgefühl als etwa in Rocket Arena. | Bild: Resolution Games

Resolution Games ist allerdings dafür bekannt, VR-Spiele wie Demeo ständig mit neuen Inhalten und Features zu erweitern. Der mitreißende Duell-Shooter Blaston etwa ist heute ein ganz anderes Spiel als zum recht minimalistischen Start. Ultimechs hat also großes Potenzial, zum Dauerbrenner mit eSports-Ambitionen zu werden.

Das schnelle, durchdachte und wirklich spaßige Gameplay hat uns jedenfalls bereits überzeugt.

Der Free2Play-Titel Ultimechs erscheint am 15. September für Meta Quest 2, Pico-Headsets wie Pico Neo 3 Link sowie für SteamVR.