Trotz Aktiensturz: Zuckerberg erhöht Metaverse-Einsatz

Trotz Aktiensturz: Zuckerberg erhöht Metaverse-Einsatz

Metas Aktie erlebte einen bösen Sturz. Mark Zuckerberg tritt derweil weiters aufs Metaverse-Gaspedal, wie eine neuerliche Investition zeigt.

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Nach Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen fiel Metas Börsenwert auf einen Schlag um 200 Milliarden US-Dollar. Es war der größte Absturz eines Unternehmens in der Geschichte der Wallstreet. Der Abwärtstrend stoppte damit nicht: Die Aktie verlor in den darauffolgenden Wochen weiter an Boden und war an ihrem vorläufigen Tiefpunkt nur noch 57 Prozent so viel wert wie vor dem historischen Quartalsbericht.

Der Börsenabsturz hatte viele Gründe: stagnierende Nutzerzahlen und Unbeliebtheit Facebooks bei jungen Menschen, massive Verluste im Anzeigengeschäft durch Apples App-Tracking-Maßnahmen und ernüchternde Prognosen.

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Dass Meta zehn Milliarden Metaverse-Verluste schrieb und Mark Zuckerberg weiterhin unbekümmert in die Technologie investieren will, dürfte ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Das Metaverse ist eine Sci-Fi-Vision und keine greifbare Realität. Deren Verwirklichung ist viele Jahre entfernt, wenn sie überhaupt in dieser Form geschieht. Dass das Anleger:innen nervös macht, ist verständlich.

Meta baut neues XR-Hub in Kanada

Wer nun glaubt, dass dies intern zu einem Umdenken geführt hat, irrt sich. Zuckerberg macht weiter wie gehabt und legt sogar nach: Er schwört die Angestellten Metamates auf eine lange Reise ein, wildert mit teils doppelt so hohen Gehältern aggressiv bei der Konkurrenz und investiert im großen Stil in die XR-Forschung des Nachbarlands.

Ein Google-Diagramm des Meta-Aktienkurses zeigt eine leichte Erholung.

Seit Mitte März geht es wieder aufwärts für Meta, doch das Tal ist tief. | Bild: Google

In Toronto soll in den nächsten Jahren ein neues Engineering-Hub entstehen und 2.500 neue Stellen für Forscher:innen geschaffen werden, die sich auf Virtual Reality und Augmented Reality spezialisieren. "Die meisten Stellen sind auf Engineering fokussiert und umfassen die Entwicklung von XR-Erfahrungen und Meta-Technologien", schreibt das Unternehmen im eigenen Blog.

Bei einem durchschnittlichen Meta-Ingenieursgehalt von 150.000 US-Dollar im Jahr kommen allein damit Kosten von 375 Millionen US-Dollar im Jahr auf Meta zu.

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Meta will XR-Talente an sich binden

Das Unternehmen kündigt außerdem Fördersummen im Gesamtwert von 510.000 US-Dollar für 17 kanadische Forschungslabore an, die an Metaverse-Technologien arbeiten. Mit dem Hintergedanken, dass talentierte Wissenschaftler:innen später zu Meta wechseln.

"Das Land hat einen großen Pool an technischen Talenten, deren Innovationen das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Kanada wird eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der nächsten Evolution sozialer Technologien spielen und wir wollen helfen, dass sich das Land in diesem Bereich als weltweit führend etabliert", heißt es.

Kanada ist nicht das einzige Land, in das Meta im großen Stil investiert. In europäischen Ländern sollen in den nächsten fünf Jahren 10.000 neue Metaverse-Stellen entstehen.

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Quellen: Meta Newsroom