Die “ThermoReal”-Technologie lässt euch Hitze und Kälte in VR spüren. Überzeugt der Prototyp von Entwickler TEGway beim Hands-on? 

Das koreanische Unternehmen TEGway ist spezialisiert auf thermoelektrische Generatoren. 2017 stellte TEGway beispielsweise hauchdünnes Material vor, das Hitze und Kälte spürbar macht.

Der damalige Prototyp zeigte, wie VR-Haptik von thermalen Reizen profitieren kann. Auf der CES 2020 präsentieren die Koreaner erstmals einsatzfähiges VR-Zubehör mit ihren integrierten “ThermoReal”-Elementen.

TEGway macht thermoelektrische Generatoren beweglich

Thermoelektrische Generatoren werden zum Kühlen, Heizen oder zur Stromerzeugung verwendet und sind normalerweise unbeweglich. Die Koreaner arbeiten bereits seit einigen Jahren daran, diese starren Elemente klein und flexibel zu machen – mit Erfolg.

Durch den Einsatz der beweglichen Elemente möchte das Unternehmen den Realismus von VR-Erfahrungen steigern. Laut TEGway kann die “ThermoReal”-Technologie an jedes Gerät angepasst werden. Somit wäre der Einbau in sämtliche VR-Brillen und VR-Controller denkbar.

Auf der CES 2020 durften sowohl RoadtoVR.com als auch Heise.de den Prototyp von TEGways VR-Zubehör ausprobieren. Das Set besteht aus Handschuhen, Ärmeln und Einlagen an der VR-Brille selbst.

Überzeugt ThermoReal beim Hands-on?

In einer einfach gehaltenen VR-Demo bewirft eine Figur die Tester mit Schnee- und Feuerbällen. Treffer im Gesicht oder mit Händen und Armen abgewehrte Bälle verursachen kaltes oder heißes Feedback.

Auch ein Schild darf zur Abwehr der Flugobjekte verwendet werden. Der Aufprall wird durch sich rasch abwechselnde Warm-Kalt-Ströme in Händen und Armen simuliert. Während RoadtoVR diesen besonderen Effekt als sehr interessant beschreibt, empfindet der Kollege Jan-Keno Janssen von heise.de ihn als “unangenehmes Schmerzgefühl“.

Flotter Temperaturwechsel mit starker Hitze

ThermoReal soll Temperaturen zwischen vier und 40 Grad Celsius darstellen können. Das Hitzegefühl ist während des Spielerlebnisses so intensiv, dass dem Tester Zweifel kamen, ob dabei nicht eventuell eine Verbrennung auftreten könnte.

Laut Hersteller ist das Maximum aber auf vier Grad über Köpertemperatur beschränkt und damit ungefährlich.

Der Kälteeffekt soll ebenfalls besonders schnell eintreten und sich im Falle der Handschuhe anfühlen, als hätte man Eiswürfel in der Hand. Insgesamt zeigen sich beide Tester vom Spiel mit der Temperatur beeindruckt. Besonders die geringe Latenz, also wie schnell der Temperaturwechsel auf das Spiel reagiert, wird positiv hervorgehoben.

Ab März möchte TEGway seine Entwickler-Kits verfügbar machen. Ob und wann die flexiblen Temperatur-Elemente für Endverbraucher erhältlich werden ist noch unklar.

Eine Liste der coolsten Haptik-VR-Geräte haben wir euch im verlinkten Artikel zusammengestellt.

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