Deutsche Forscher entwickelten einen ungewöhnlichen VR-Controller, der mittels mechanisch ausfahrbarer Fächer dynamische Haptik simulieren kann.

“Drag:on” nennen André Zenner und Antonio Krüger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ihren Prototyp. Weil er wie ein Drache aussieht, der seine Flügel ausbreitet und weil er in dieser Form durch modifizierte Gewichtsverteilung einen größeren Widerstand beim Schwingen erzeugt (engl. Drag = Widerstand).

In einem Youtube-Video (siehe unten) erklären die Forscher die Funktionsweise und den Aufbau des VR-Controllers. Er hat unter anderem zwei Servomotoren verbaut, die die Fächer binnen einer halben Sekunde aufspannen und schließen. Das folgende Video zeigt die unterschiedlichen Formen, die der Controller annehmen kann.

Am unteren Ende des Controllers ist zudem ein Vive Tracker für das räumliche Tracking montiert. Den Controller soll man  aus günstigen sowie 3D-gedruckten Bauteilen relativ einfach selbst zusammenbauen können.

Im Video zeigen die Forscher verschiedene Anwendungsszenarien in VR-Apps: Der VR-Controller kann je nach Ausbreitungsgrad der Fächer leichte, mittelschwere und schwere Objekte wie zum Beispiel eine Plastik-, Holz- und Metallschaufel sowie verschiedene Arten von Widerständen simulieren.

Drag:on ist nicht das erste Haptik-Controller-Experiment: Ein spanischer Tüftler entwarf zuvor einen VR-Controller, der ebenfalls mechanische Gewichtsverteilung beherrscht.

Forscher der Universität Tokio experimentierten mit einer Software, die virtuelle Objekte in kleinere und leicht zu produzierende VR-Controllerdesigns umrechnet, jedoch ohne mechanische Teile.

Das Programm rechnet Objekte in kleinere und leicht zu produzierende VR-Controller um, die sich dennoch annähernd so anfühlen wie das Original.

Programm entwirft VR-Controller, die größere Objekte simulieren

Und dann wäre da noch Edward mit den VR-Händen.

Titelbild: André Zenner, Antonio Krüger (DFKI)

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