Space Explorers: 8K-Dreh im offenen Weltraum startet

Space Explorers: 8K-Dreh im offenen Weltraum startet

Space Explorers ist die aufwendigste, im Weltall gedrehte Filmproduktion und dokumentiert in bewegenden Bildern das Leben an Bord der ISS. Nun haben die Dreharbeiten für zwei weitere Folgen begonnen, die außerhalb der Raumstation stattfinden.

Space Explorers ist eine vierteilige 360-Grad-Dokumentation. Die erste Folge mit dem Titel Adapt erschien im Herbst 2020, die zweite namens Advance im Frühjahr 2021. Sie wurden von den Astronauten während eines Zeitraums von zwei Jahren gedreht und geben einen intimen Einblick in den Alltag der ISS-Crew. Jede Folge dauert circa 30 Minuten.

Der Rundumblick und die stereoskopische Tiefenwirkung des Filmmaterials vermitteln dabei das Gefühl, mit den Astronauten im Raum zu schweben, während sie trainieren, forschen und Zeit miteinander verbringen. Die einzigartigen Aufnahmen brachten Space Explorers eine Emmy-Nomination ein.

Eine aufwendige Space-Kamera

Nun haben die verantwortlichen Felix & Paul Studios mit den Außenaufnahmen begonnen. Das Studio ist für seine hochwertigen 360-Grad-Aufnahmen bekannt und hat für den Weltraumdreh eine Spezialkamera gebaut, die aus neun 4K-Sensoren besteht und 15 Stunden 360-Grad-Material in stereoskopischer 8K-Auflösung aufzeichnen kann.

Beim Bau unterstützt wurde es vom Unternehmen Nanoracks, das Weltraumausrüstung herstellt. Nanoracks sollte dafür sorgen, dass die Kamera den harschen Bedingungen des offenen Weltraums standhält. Dazu gehören unter anderem das Vakuum, ultraviolette und ionisierende Strahlung sowie extreme Temperaturschwankungen (zwischen -155 und 121 Grad Celsius). Für letztere hat die Kamera einen eigenen Wärmeregulator integriert.

Dank eines Roboterarms kann die Kamera bis zu 15 Meter von der ISS wegbewegt werden. Beim Betrachten durch die VR-Brille soll dadurch der Eindruck eines Weltraumspaziergangs entstehen.

Space_Explorers_Outer_Space_Camera

Die linke Kamera wurde für die Aufnahmen an Bord der ISS verwendet, die rechte für die Außenaufnahmen.

Weltraumdreh per Fernsteuerung

Gesteuert wird die Kamera von der Erde aus: Die Filmemacher sitzen im 400 Kilometer entfernten Houston Space Center und steuern Kamerafokus, Schwenkbewegungen und Verschlusszeit mit einer eigens entwickelten Software. Mit einer Verzögerung von 30 bis 40 Sekunden erreicht ein einzelnes Bild pro Sekunde die Filmemacher. Das reicht, um den Bildausschnitt zu überprüfen und die Kamera zu justieren.

„Diese Weltraumaufnahmen sind der Gipfelpunkt von fast drei Jahren Vorbereitung. Wir fühlen uns geehrt, dass wir die Möglichkeit haben, in der anspruchsvollsten Umgebung zu filmen, die die Menschheit kennt“, sagt Studiomitgründer Félix Lajeunesse anlässlich der beginnenden Dreharbeiten. Der VR-Filmemacher hofft, dass das Material den Zuschauer:innen eine Vorstellung von der Schönheit und Zerbrechlichkeit des blauen Planeten gibt.

Die Aufnahmen sollen zur Grundlage von Folge 3 („Unite“) und Folge 4 („Expand“) werden, die im Herbst und Winter 2021 erscheinen.

Hier könnt ihr Folge 1 und 2 von Space Explorers schauen:

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Quelle: Fast Company