Quest Store auf anderen VR-Brillen? Laut Facebook vorstellbar

Quest Store auf anderen VR-Brillen? Laut Facebook vorstellbar

Facebooks XR-Chef Andrew Bosworth sieht kein Problem darin, das Quest-Ökosystem für andere VR-Brillen zu öffnen.

Am Wochenende lud Bosworth erneut zu einer Frage-Antwort-Runde auf seinem Instagram-Profil. Auf die Frage, ob Facebook den Quest Store für andere VR-Brillen öffnen würde, äußert sich der Leiter von Facebooks XR-Abteilung folgendermaßen:

„Ich habe kein grundlegendes Problem mit der Idee. Natürlich hätten wir gerne mehr Verkaufskanäle für unsere Entwickler, damit sie Geld mit ihren Inhalten verdienen. Im Moment gibt es nur nicht wirklich eine VR-Brille, mit dem man das machen kann. Und ich denke, dass es genau aus diesem Grund keine Option war.“

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Würde Facebook den Quest Store tatsächlich anderen autarken Geräten zugänglich machen, wäre das recht ungewöhnlich: Bislang orientierte sich Facebook an Apples Marktstrategie und strebte eine enge Koppelung von Hard- und Software an, um volle Kontrolle über das eigene Ökosystem zu haben.

Neue autarke VR-Brillen im Anmarsch

Das beste Beispiel ist der 2016 gestartete Rift Store, der bis heute keine anderen VR-Brillen unterstützt und nur per Hack für andere Geräte zugänglich ist. Für den Quest Store erübrigt sich die Frage insofern, als es bislang keine mit Oculus Quest vergleichbaren autarken VR-Brillen (Vergleich) gab.

Das wird sich schon bald ändern: Am 10. Mai erscheint in China der Quest-Klon Pico Neo 3, der im Westen nur an Unternehmen verkauft wird und HTC hat ebenfalls eine neue, autarke VR-Brille für Unternehmen in petto, die am 11. Mai im Rahmen der Vivecon 2021 vorgestellt werden wird.

Dass die beiden Unternehmen in Zukunft auf den Quest Store setzen, ist höchst unwahrscheinlich. Sowohl Pico als auch HTC wollen am Verkauf von Inhalten mitverdienen und das können sie nur, wenn sie VR-Apps in einem eigenen Store anbieten.

AR-Apps auf Quest lassen auf sich warten

Bosworth streifte darüber hinaus folgende Themen:

  • Meetings und Zusammenarbeit in VR seien derzeit Entwicklungsschwerpunkte. Er sei erfreut über die gemachten Fortschritte und man werde schon bald die Ergebnisse dieser Bemühungen zeigen.
  • Er wolle keinen Zeitplan für Eyetracking nennen, aber die Technologie sei sehr wichtig für Facebook. Sie könnte VR-Grafik verbessern und ist wichtig im Kontext von Social-VR, zum Beispiel für Augenkontakt.
  • Auf die Frage, ob zukünftige Hardware ein besseres System zur Einstellung des Augenabstands als Quest 2 haben werde, antwortet Bosworth ausweichend: Die Technik hinter IPD-Reglern hätte Implikationen für das Gewicht und die Herstellungskosten einer VR-Brille. Man müsse gewisse Gruppen (z.B. mit sehr niedrigem oder sehr großen Augenabstand) gezwungenermaßen ausschließen. Die Frage sei, wie man Kompromisse ausbalanciere.
  • Die Quest Pro komme nicht zeitnah. Man fokussiere sich auf Quest 2, die noch lange am Markt bleiben werde, aber arbeite auch an der nächsten Generation Geräte.
  • Die Unterstützung von AR-Apps dürfte noch länger auf sich warten lassen: Bosworth hofft, dass das Feature „noch dieses Jahr“ erscheint. „Es ist ein bisschen komplizierter, als es scheint“, sagt der XR-Chef und deutet an, dass die Sicherheit der VR-Nutzer ein Faktor ist.
  • Ebenfalls noch Schwierigkeit bereitet die Erkennung von Tastaturen für das Infinite Office. Er könnte nicht sagen, wann es so weit sein werde, dass Oculus Quest alle Tastaturen erkenne und in VR korrekt darstelle.

Quelle: Instagram, Titelbild: Facebook

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