Nvidia Cloud-Streaming für Quest (2): PlutoSphere startet

Nvidia Cloud-Streaming für Quest (2): PlutoSphere startet

PC-VR ohne Rechner: Der Streaming-Dienst PlutoSphere für Meta Quest (2) bietet VR-Spiele-Streaming über das Internet an.

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Wer angesichts aufgeblähter Hardware-Preise nicht in einen teuren Spiele-PC investieren möchte, könnte in PlutoSphere eine Alternative finden. Der VR-Cloud-Dienst mit Spiele-Fokus streamt PC-VR-Apps über das Internet zu einer Meta Quest (2). So lassen sich beliebte, grafisch aufwendige VR-Spiele wie Half-Life: Alyx auch ohne einen leistungsfähigen Rechner spielen.

Voraussetzung sind ein Internet-Anschluss mit mindestens 50 Mbit Download-Geschwindigkeit sowie ein WiFi-6-Router mit 5-Ghz-Unterstützung. Regionale Beschränkungen scheint es nicht zu geben. Schon seit über einem Jahr experimentiert das Start-up Pluto-VR mit verschiedenen Cloud-Streaming-Anbietern. Der Dienst baut auf Nvidias Cloud XR auf und nutzt das Streaming-Angebot der Amazon Web Services (AWS).

Nach ersten Tests ist das Angebot am 02. Februar offiziell im SideQuest-Store gestartet und unterstützt sowohl die Quest 2 als auch das ältere Vorgänger-Modell. Weitere Systeme sollen folgen: „PlutoSphere unterstützt während der limitierten Launch-Phase Quest und Quest 2, wird letztlich aber auch andere Hardware unterstützen“, heißt es im FAQ im SideQuest-Store.

PlutoSphere: VR-Spiele aus der Cloud

Steam ist bereits vorinstalliert. Ihr könnt aber auch jegliche anderen PC-Spiele oder -Apps nutzen, sofern ihr sie bereits besitzt. Ähnlich wie bei Shadow habt ihr Zugriff auf eine Windows-Installation auf einem Server, auf der ihr Dienste und Stores wie etwa den Epic Games Store installieren könnt. Exklusive Titel aus dem Rift-Store lassen sich mit LibreVR oder Revive starten.

Ein Steam-Account ist laut FAQ-Dokument für PlutoSphere übrigens Pflicht. Eine weitere Mindestvoraussetzung ist ein Ping zu einer AWS-Region von unter 100 ms. Ideal sei die Performance mit unter 50 ms, im Sidequest-Store ist ein entsprechender Test verlinkt.

Ebenfalls nötig ist natürlich „ein Gerät, auf dem SideQuest läuft“. Nur mit dieser Plattform für experimentelle Apps haben Nutzer:innen schließlich Zugriff auf die heruntergeladene App, die dann per „Sideloading“ auf die Quest 2 übertragen wird (zum SideQuest-Guide).

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Als Bezahlmodell kommt ein Token-System zum Einsatz. Derzeit bekommen Teilnehmende jeden Tag 1.500 Tokens, 600 reichen für eine Spielstunde. Mitunter müssen Nutzende zusätzlich an einer kleinen Umfrage teilnehmen. Weitere sogenannte Pluto-Tokens können gekauft werden. So wird das Weiterspielen je nach gewähltem Bundle unterschiedlich kostspielig.

Begrenzt kostenloses Cloud-Gaming auf der Quest 2

Gegenüber UploadVR nennt Mitgründer Forest Gibson einen Plutosphere-Preis von ein bis drei Dollar pro Stunde. Im Gespräch hebt er vor allem das Potenzial für Avatare in VRChat hervor. Mit dem PC-Client der sozialen App stünden schließlich bessere Avatare und mehr Welten zur Verfügung als auf der mobilen Quest (2). Normalerweise fühle man sich in VRChat auf der Quest 2 „wie ein Bürger zweiter Klasse“, so Gibson, der sich im selben Atemzug über die Akzeptanz der Quest-2-Umsetzung wundert.

Beim Cloud-Streaming können je nach Standort und Technologie Latenzprobleme auftreten. In der virtuellen Realität, die auf hohe Bildwiederholraten angewiesen ist, dürften sich schlechte Latenzen beim Cloud-Streaming besonders bemerkbar machen. Plutosphere unterstützt kein asynchronous Spacewarp, eine von Meta erfundene spezielle VR-Zwischenbildberechnung, die Ruckelprobleme bei nativ gerenderten Spielen beseitigen kann.

Hinweis: Ein frühere Version des Artikels vermutete, dass Plutosphere Asynchronous Spacewarp unterstützen könnte. Das ist laut Entwickler nicht der Fall. Die Passage wurde entsprechend geändert.

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Quellen: PlutoSphere