Während Playstation VR 2 in die Ferne rückt, trudeln weiter interessante Sony-Patente ein.

Das jüngste Patent wurde vor wenigen Tagen vom US-Patentamt erteilt, der Antrag datiert jedoch auf Mitte 2016 zurück. Richtig: Da war Playstation VR nicht einmal erschienen und der VR-Hype noch in vollem Gange. Das Marktpotenzial schien grenzenlos. So lässt sich zumindest dieses ungewöhnliche Patent erklären.

Es beschreibt eine aufwendige, mit zahlreichen Sensoren ausgestattete Kopfhalterung, die den perfekten Sitz und maximalen Tragekomfort ermittelt. Die Sensoren befinden sich an unterschiedlichen Stellen und könnten Druck, Bewegung und Dehnung erfassen.

Das Patent erwähnt außerdem LEDs sowie Elemente für haptisches Feedback. Kommen die Sensoren zum Schluss, dass die VR-Brille nicht richtig sitzt, kann der Nutzer eine entsprechende Rückmeldung über das Display, die integrierten Lautsprecher, die LEDs oder das haptische Feedback erhalten.

Leuchteten die LEDs rot, wäre das ein Signal, dass die VR-Brille nicht optimal getragen wird. Oder sie vibrierte, um den Nutzer zu informieren, dass das Gerät zurechtgerückt werden müsse. Selbst an speicherbare Nutzerprofile für verschiedene Kopfformen und -größen sowie Frisuren dachte Sony.

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Eine Kopfhalterung voller Sensoren. | Bild: Sony / USPTO

Eine ferne VR-Zukunft

Das mehr als vier Jahre zurückliegende Patent macht deutlich, wie wichtig es Sony von Anfang war, dass VR-Brillen ein einsteigerfreundliches Produkt sind.

Wer VR-Neulinge beobachtete, weiß: Eine VR-Brille beim ersten Mal richtig aufsetzen und für ein optimales Bild und guten Tragekomfort anzupassen, ist keine triviale Angelegenheit. Ein anderes, etwas neueres Patent beschreibt eine VR-Brille, die mittels Ultraschall misst, ob die Augen an der richtigen Stelle sitzen.

Beide Patente sind in eine ferne Zukunft gerichtet, in der VR-Brillen ein so erfolgreiches und allgegenwärtiges Produkt sind, dass sie derlei aufwendige Sensorik rechtfertigen.

Die heutige Realität sieht anders aus: Aktuell gehen sämtliche Bemühungen dahin, überhaupt erst einen überlebensfähigen und profitablen VR-Markt aufzubauen. Sony will sich vorerst nicht mehr daran beteiligen und Facebook bringt aus Kostengründen seine bislang wichtigste VR-Brille, die Oculus Quest 2 (Test), mit einer Kopfhalterung aus Stoff auf den Markt.

Das Sony.Patent kann man im Internet einsehen.

Quelle: Lets Go Digital

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