Update: 17.05.2020

Facebooks autarke VR-Brille Oculus Quest ist die ideale Plattform für bewegungsintensive Spiele. Wir zeigen euch, mit welchen Fitness-Spielen ihr die kabelfreie Zone perfekt ausnutzt und ganz nebenbei die Pfunde purzeln lasst.

Videospiele sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil unserer Popkultur und erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Die eSports-Szene boomt und viele junge Gamer wollen auf die Podeste der großen Turniere. Doch wie der jüngste Fall des chinesischen Pro-Gamers Jian “Uzi” Zi-Hao zeigt, kann exzessives Gaming zu gesundheitlichen Problemen führen – wenn man seinen Körper vernachlässigt.

In einem Interview mit Nike gab der erst 22 Jahre alte Gamer an, die Arme eines Fünfzigjährigen zu haben. Das habe ihm ein Arzt während eines Krankenhausaufenthaltes bescheinigt. Der League-of-Legends-Profi hat seit Jahren mit Krankheiten zu kämpfen, die er auf zu wenig Bewegung zurückführt.

Aber es geht auch anders – und hier kommt Virtual Reality ins Spiel. Einer der großen Vorteile vieler VR-Spiele ist: Bewegung, und zwar die des eigenen Körpers statt nur einer Spielfigur. Virtuelle Abenteuer kombiniert mit Körpersteuerung können durchaus einen positiven gesundheitlichen Effekt haben. Das beweisen zum Beispiel Beat-Saber-Spieler, die Abnehmerfolge teilen, oder athletisch wie Darth Maul aus Star Wars die Laserlanze schwingen.

Nicht jeder VR-Gamer wird über Nacht zum akrobatisch versierten Sith-Lord, das ist klar. Es gibt jedoch genügend VR-Spiele, mit denen sich die sportliche Konstitution langsam steigern lässt. VR und Sport ist auch für das Virtual Reality Institute of Health and Exercise ein großes Thema. Das Institut führt seit 2017 Studien durch, die sich mit den Auswirkungen von Virtual Reality und Augmented Reality auf die physische Gesundheit des Menschen befassen.

Die Forscher erstellen sogenannte “Exercise Ratings”: Diese beschreiben, wie viele Kalorien ihr mit welchem VR-Spiel verbrennt und mit welcher Sportart dies gleichzusetzen ist. In der nachfolgenden Auflistung beziehen wir uns deshalb auf diese Werte und auf Schätzungen der VR-Fitness-Seite vrfitnessinsider.com.

Damit ihr euch einen passenden VR-Trainingsplan zusammenstellen könnt, der euch auch während langer Home Office-Phasen fit und gesund hält, stellen wir euch an dieser Stelle in alphabetischer Reihenfolge die besten Fitness-Spiele 2020 für Oculus Quest (Test) vor.

Letztes Update: 17.05.2020

  • Neu hinzugefügt: Audio Trip, Audioshield, Pistol Whip, Supernatural, OhShape, Thrill of the Fight!

Audioshield

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

Audioshield ist ein VR-Klassiker und großer Pionier der rhythmischen VR-Spiele. Im April 2020 ist Audioshield für die kabellose Oculus Quest erschienen – genau vier Jahre nach dem Launch auf der HTC Vive. Mit farbigen Schildern wehrt ihr leuchtende Kugeln ab oder weicht Hindernissen aus. Das Besondere an Audioshield ist, dass ihr eure eigenen Songs in das Spiel laden dürft.

Audio Trip

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

Wer eine Mischung aus Beat Saber und Dance Central sucht, ist bei Audio Trip für die Oculus Quest genau richtig. Flotte Beats und fliegende Leuchtkugeln bringen euch zum Schwitzen und optimalerweise sieht das Ganze auch noch cool aus, wie ihr im Gameplay-Trailer seht. Bei der Entwicklung der Choreografien war ein professioneller Tänzer beteiligt. Habt ihr alle Songs durch, dürft ihr mit dem integrierten Level-Editor selbst ran und eigene VR-Tänze erschaffen.

Beat Saber

Preis: 29,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

Auch für Oculus Quest bleibt Beat Saber (Test) der unangefochtene Spitzenreiter unter den Fitness-Games. Geschichten wie die von Robert Long, der mit Hilfe einer Beat Saber Trainingsroutine über 60 Kilogramm abnahm, motivieren viele VR-Enthusiasten zu einem Lichtschwert-Tanz-Workout.

BoxVR

Preis: 29,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

BoxVR (Test) ist eines der ersten VR-Spiele, das als reines Fitnessprogramm konzipiert wurde. In Zusammenarbeit mit professionellen Trainern entwickelten die Macher verschiedene VR-Trainingseinheiten. Es geht dabei weniger um Schattenboxen, als um Rhythmik und Koordination. Treibende Beats motivieren euch, Arme, Schultern und Brust zu trainieren. Mittlerweile sind zwei neue DLCs erschienen, die ihr für je 9,99 € im Oculus Store kaufen könnt. Beide beinhalten neue Musik und Workouts. Das Extreme-Pack spricht dabei mit seinen Hardcore-Workouts vor allem Fortgeschrittene an.

Creed – Rise to Glory

Preis: 29,99 € (Quest-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

Wer ein Eins-gegen-Eins Boxerlebnis sucht, ist bei Creed – Rise to Glory (Test) genau richtig. Der Lizenz-Titel zum gleichnamigen Hollywood-Blockbuster ist auch auf der Oculus Quest stark inszeniert. Mini-Trainingseinheiten und arcadelastige Boxkämpfe sorgen für viel Spaß und Schweiß während der virtuellen Cardio-Einheit.

Dance Central

Preis: 29,99 € (Oculus Store)
Kalorienverbrauch: ca. 360 kcal/Std. (Schätzung)

Wem Beat Saber noch zu wenig Tanzelemente beinhaltet, der wird mit Dance Central glücklicher. Hier studiert ihr mit einem virtuellen Trainer ganze Choreografien ein. Dabei schwingt ihr eure Hüften zu insgesamt 32 Songs aus verschiedenen Genres. Es gibt sogar eine Mulitplayer-Lounge, in der ihr euch mit anderen Spielern treffen und einfach drauflos tanzen könnt.

Ninja Legends

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: ca. 360 kcal/Std.

Auch bei Ninja Legends liegt der Fokus auf Kampf: In dem 360-Grad-Action-Titel bekommt ihr es mit Dutzenden Angreifern aus allen Richtungen zu tun. Ihr müsst Angriffe blocken und mit sechs verschiedenen Waffen zurückschlagen. Ninja Legends rüstet euch mit verschiedenen Schwertern, Pfeil und Bogen und sogar Klauen aus. Den Kalorienverbrauch beim Ninja-Kampf schätzt Fitnessinsider auf etwa 360 Kalorien pro Stunde.

OhShape

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: ca. 400 kcal / Std.

OhShape ist ein weiteres Rhythmus-Spiel, das den ganzen Körper mit einbezieht. Statt leuchtenden Kugeln kommen hier allerdings Wände auf euch zu. Darin sind Körperhaltungen ausgeschnitten, die ihr genau so einnehmen müsst. Das klingt zwar relativ simpel, wird aber mit höherem Tempo kombiniert mit Schlag- und Ausweich-Hindernissen – zum schweißtreibenden VR-Workout. Zwölf Level stehen euch am Anfang zur Auswahl, der Entwickler verspricht jedoch regelmäßige Content-Updates.

Pistol Whip

Preis: 22,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 360 – 480 kcal/Std.

Teils Railshooter, teils Rhythmusspiel und ganz viel John-Wick-Feeling – das ist Pistol Whip (Test). Zu Electro-Songs von Apashe, HVDES oder Black Tiger Sex Machine schießt, schlagt oder rumpelt ihr eure Ziele von der virtuellen Bildfläche. Auf den härteren Schwierigkeitsgraden und mit ordentlich Eigenbewegung schafft ihr einen Kalorienverbrauch wie beim Tennis.

Racket Fury: Table Tennis VR

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 240 – 360 kcal/Std.

Auch bei Racket Fury: Table Tennis VR arbeiteten die Entwickler mit professionellen Sportlern zusammen, um ein möglichst realistisches Spielgefühl zu ermöglichen. Ihr könnt zwischen Simulation oder Arcade-Game wählen und euch sogar im Online-Multiplayer gegenseitig die Plastikbälle um die Ohren hauen.

Racket: NX

Preis: 19,99€ (Quest-Store)
Kalorienverbrauch: 240 – 360 kcal/Std.

Mit Racket:NX erwartet euch ein VR-Spiel, welches auf der Oculus Quest zu den besten Titeln überhaupt gehört. Mit seiner 360 Grad-Physik ist das Spiel wie gemacht für die Bewegungsfreiheit der kabellosen VR-Brille (Vergleich). Lest dazu am besten unseren Test zu Racket:NX auf der Oculus Quest.

Space Pirate Trainer

Preis: 14,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 240 – 360 kcal/Std.

Wer seine Fitness-Stunden gern mit gepflegten Weltraumschlachten anreichert, wird mit Space Pirate Trainer seine Freude haben. Der Action-Titel schickt euch in den Kampf mit virtuellen Droiden. Die fliegenden Roboter greifen euch in verschiedensten Formationen an. Ihr könnt euch mit einem Schild verteidigen oder den Lasern physisch ausweichen. Letzteres erfordert natürlich noch mehr Bewegung.

Superhot VR

Preis: 24,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: 120 – 240 kcal/Std.

Superhot VR ist auf den ersten Blicke eigentlich kein besonders athletisches Spiel. Doch wer sich an Neos Verrenkungen in Matrix erinnert, kann sich vielleicht vorstellen, wie sehr man hier ins Schwitzen kommen kann.

In Superhot VR (Test) kämpft ihr gegen rote Bösewichte, die euch nach dem virtuellen Leben trachten. Die Besonderheit: Die Zeit dreht sich nur weiter, wenn ihr euch bewegt. Somit müsst ihr eure Bewegungen strategisch planen, um den Attacken zahlreicher Angreifer auszuweichen, und eure eigenen ins Ziel zu bringen. Dabei kommen geradezu cineastische Kampfchoreografien zustande, mit einem nicht zu unterschätzenden Coolness- und Fitness-Faktor.

Supernatural

Preis: 19,99 US-Dollar / Monat (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: k.A.

Mit Supernatural wagt Entwickler “Within” den Schritt zum Fitness-Abo. Nach dem Gratis-Testmonat bekommt ihr für eine monatliche Gebühr von 19 US-Dollar Ganzkörper-Workouts, moralische Unterstützung von echten Fitness-Coaches und eine detaillierte Auswertung eurer Fitness-Werte und Erfolge. Diese Daten sammelt Supernatural über eine zusätzliche App.

Außerdem trainiert ihr draußen in der VR-Natur und hört die Musik von weltbekannten Künstlern wie Lady Gaga oder Panic! At The Disco. Bislang ist das Abo-Modell aus lizenzrechtlichen Gründen nur in Nordamerika verfügbar. Die Entwickler arbeiten jedoch an einer Umsetzung für weitere Länder. Für wen sich das Abo lohnt, lest ihr in der Übersicht zu den Testberichten zu Supernatural.

Swords of Gargantua

Preis: 19,99 € (Oculus-Store)
Kalorienverbrauch: ca. 360 kcal/Std.

Für Fantasy-Flair während des virtuellen Trainings sorgt Swords of Gargantua. Hier messt ihr euch im Schwertkampf. Dabei könnt ihr alleine oder im Vier-Spieler-Koop-Modus gegen eine Horde an Gegnern und deren Meister, den riesigen Titan namens “Gargantua”, antreten. Die realistischen Schwertkampfbewegungen sind fordernd und gehen vor allem auf Arme und Schultern.

Thrill of the Fight!

Preis: 9,99 € (Oculus Store)
Kalorienverbrauch: 480 – 600 kcal/Std.

Mit Thrill of the Fight! hat es ein PC-VR-Klassiker endlich auf die Oculus Quest (Test) geschafft. Wer mit der VR-Brille Kalorien verbrennen will, kommt nicht an der virtuellen Boxsimulation vorbei. Einen Verbrauch von bis zu 600 kcal pro Stunde misst das VR Health-Institute. Sogar Profi-Boxer Tamaka Mucha trainiert in Virtual Reality mit Thrill of the Fight.

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