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Metas großes Metaverse-Konzert war ein kostspieliges Desaster

Metas großes Metaverse-Konzert war ein kostspieliges Desaster
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Das Konzert ist nun via Oculus TV auch für deutsche VR-Nutzer:innen zugänglich. Solltet ihr es nicht unter der Spotlight-Kategorie finden, dann gebt "Foo Fighters" in die Suche ein.

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Meta engagierte die Foo Fighters für ein Virtual-Reality-Konzert. Doch vielen blieb der Zutritt verwehrt.

Das Konzert fand am Sonntag im Anschluss an den Super Bowl, das Football-Finalspiel, statt. Meta hatte die Veranstaltung eine Woche vorher angekündigt.

Das Konzert wurde vorab aufgezeichnet und sollte in Metas VR-App Horizon Venues ausgestrahlt werden. Die Metaverse-Destination ermöglicht es Nutzer:innen der Meta Quest (2) gemeinsam in Avatar-Form Konzerte, Sportveranstaltungen und andere Events auf einer virtuellen Großleinwand anzuschauen.

Der Auftritt der Foo Fighters wurde in monoskopischen 180-Grad gedreht und um visuelle Augmented-Reality-Effekte angereichert. Meta vermarktete das Konzert als VR-Event und strahlte gleichzeitig eine parallel gefilmte 2D-Version auf Facebook, Instagram und Messenger aus.

Konzertbesucher standen vor verschlossenen Türen

In Deutschland ist Horizon Venues noch nicht erhältlich. Aus technischen Gründen hatten jedoch auch viele Nordamerikaner:innen Probleme, der Veranstaltung beizutreten.

Meta ließ Nutzer:innen erst wenige Minuten vor dem Beginn des Konzerts in das Event. Der dabei entstehende Andrang führte offenbar zu einer Überlastung der Server. Die Folge: Die Lobby crashte und viele Besucher:innen standen vor verschlossenen Türen. Metas Metaverse-Chef entschuldigte sich auf Twitter und sprach von einer „noch nie dagewesenen Nachfrage“.

Der XR-Podcaster Kent Bye dokumentierte die missglückte Veranstaltung in einem Twitter-Thread. Laut Bye hatten sich mehr als 60.000 Nutzer:innen für das Konzert angemeldet, aber nur circa 13.000 kamen tatsächlich rein.

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VR-Events: Es besteht viel Nachholbedarf für Meta

Kam man endlich hinein, ließ die Qualität der VR-Aufnahmen zu wünschen übrig. Bye berichtet von einer geringen Bildauflösung, ungünstigen Perspektiven und einer Priorisierung der 2D-Kameras. So hätte man Kameraleute und -kräne durch das Bild wandern sehen, was die Immersion störte.

„Das Foo-Fighters-Konzert wurde als VR-Event mit einem 2D-Backup-Stream für Leute ohne VR-Brille beworben. Aber das räumliche Design und die Dreharbeiten gaben der 2D-Version den Vorrang, wodurch die VR-Show nicht so eindringlich war, wie sie hätte sein können“, schreibt Bye und nennt eine Reihe gelungener VR-Konzerte, an denen sich Meta ein Beispiel nehmen könnte.

Meta wiederholte das Konzert später, aber für den Schaden war bereits gesorgt. Laut dem Forbes-Kolumnisten Charlie Fink kosteten die Gagen und die Produktion des Foo-Fighter-Konzerts Meta mehr als zehn Millionen US-Dollar.

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