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Meta verschiebt die AR-Zukunft – Bericht

Meta verschiebt die AR-Zukunft – Bericht

Update vom 10. Juni:

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Metas Technikchef Andrew Bosworth meldet sich bei Twitter zu Wort. Er kommentiert die Gerüchte über die gestoppte Smartwatch und die geänderten Pläne für Nazare nicht direkt, scheint aber darauf Bezug zu nehmen.

„Wir werden Wearables für das Handgelenk und AR-Brillen anbieten, die völlig neue Technologien wie EMG auf den Markt etablieren“, schreibt Bosworth.

Der Pfad zu grundlegend neuen Produkten sei „keine gerade Linie“ und wie es in der Industrie üblich sei, experimentiere Meta mit mehreren Prototypen parallel und verschiebe Ressourcen passend zu neuen Erkenntnissen.

Via: Twitter

Artikel vom 9. Juni:

Die für 2024 geplante AR-Brille Nazare soll nur als Demogerät starten. Metas Blick für eine schlanke kommerzielle AR-Brille geht jetzt noch weiter in die Zukunft.

Die große Umstrukturierung bei Meta geht weiter: Erst kündigte Zuckerberg Sparmaßnahmen an, dann ging COO und Zuckerberg-Vertrauensperson Sheryl Sandberg, ebenso wie der Leiter der KI-Abteilung Jerome Pesenti. Metas KI-Teams verteilen sich im Unternehmen neu und sollen operativer agieren. Die KI-Forschungsabteilung schließt sich den Reality Labs an.

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Meta verändert Plan für AR-Brille Nazare

Der Umbau geht weiter: In den Reality Labs wird an Projekten gespart. So soll laut Bloomberg ein Smartwatch-Projekt gestoppt worden sein. Jetzt hat es laut The Information auch die Prestige-Brille mit dem Codenamen Nazare erwischt, die Meta-Chef Mark Zuckerberg intern als „heiligen Gral“ bezeichnet haben soll: der iPhone-Moment des Mixed-Reality-Zeitalters.

Denn Nazare sollte Metas erste schlanke (!) kommerzielle AR-Brille werden, die dennoch ein vollständiges AR-Erlebnis bietet bei einem weiten Sichtfeld von 70 Grad. Bislang konnte kein Unternehmen Technologien demonstrieren, die diesen Anforderungen gerecht werden kann. Nazare wäre – Stand heute – eine technologische Revolution. Offiziell enthüllte Meta die Pläne für Nazare im Oktober 2021, zeigte aber keine Hardware.

Project Aria: Facebooks erste AR-Brille erscheint 2021

Mit Project Aria erforscht Meta wichtige Grundlagen für die AR-Brillenzukunft. Der Prototyp hat noch keinen Bildschirm verbaut, aber einen Formfaktor wie diesen könnte Meta für Nazare anstreben. | Bild: Meta

Zwar ist Nazare laut The Information nicht eingestellt, soll aber nur mehr als Demonstrationsgerät geplant sein. Ursprünglich war für Nazare ein kommerzieller Marktstart im Jahr 2024 vorgesehen.

Der heilige Gral soll jetzt die Nazare Nachfolge-Brille Artemis werden, die für 2026 geplant ist und noch schlanker und fortschrittlicher werden soll als Nazare.

Holt die Physik Meta ein?

Die Umplanung bei Nazare dürfte zur Folge haben, dass Meta für mehrere Jahre keine schlanke AR-Brille auf den Markt bringen wird. Viele in der Industrie, und wohl auch Zuckerberg selbst, gehen davon aus, dass schlanke Tech-Brillen mit Fokus auf Augmented Reality eher Mainstream-kompatibel sind als vergleichsweise klobige VR-Brillen (mit AR-Modus).

3D-Phantomrendering von Cambria (finales Modell).

Noch keine Sonnenbrille, aber schlanker als bisherige VR-Geräte und mit nützlichem AR-Modus: Project Cambria. | Bild: Marcus Kane / Brad Lynch

Allerdings können diese VR-AR-Brillen noch besser werden, was Metas Cambria und womöglich die Apple-Brille im kommenden Jahr beweisen können. Dass Meta Nazare verschiebt, zeigt einerseits, wie herausfordernd die Physik bei der Konstruktion schlanker Tech-Brillen ist und bleibt. Aber andererseits könnte die Verschiebung auch ein Zeichen sein, dass Meta Vertrauen in Brückentechnologie wie Cambria hat und daher nicht überhastet agieren will.

Quellen: The Information