Meta stoppt Smartwatch-Projekt, bastelt weiter am Metaverse-Armband

Meta stoppt Smartwatch-Projekt, bastelt weiter am Metaverse-Armband

Metas für 2023 geplante Smartwatch soll nicht auf den Markt kommen. Eingabegeräte fürs Handgelenk sind aber weiter in Arbeit.

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Seit mehr als einem Jahr gibt es Gerüchte, dass Meta an einer Smartwatch arbeitet. Die Uhr soll mit oder ohne Smartphone-Verbindung funktionieren, etwa als Fitnesstracker, und könnte auch als Eingabegerät für AR- und VR-Brillen fungieren – wenn sie denn erscheint.

Technische Probleme mit Metas Alleinstellungsmerkmal

Laut Bloomberg hat Meta jetzt die Entwicklung der Smartwatch „Milan“ mit zwei integrierten Kameras gestoppt. Eine 5-Megapixel-Linse im Prototyp filmt in Richtung Uhrenträger:in, eine 12-Megapixel-Linse ist auf der Rückseite der Uhr angebracht. Die Uhr kann aus dem Armband genommen werden und die Rückseite dann wie eine Kamera benutzt werden.

Die Kameras sollen jedoch Probleme mit Metas eigentlichem Alleinstellungsmerkmal verursacht haben – der Elektromyografie. Hierbei misst die Hardware am Handgelenk elektrische Impulse aus dem Gehirn und setzt sie in Computerbefehle um. Die Technologie stammt vom Start-up CTRL-Labs, das Meta 2019 aufkaufte und hat laut Bloomberg „Top-Priorität“ bei Meta.

Milan war in Metas Metaverse-Abteilung Reality Labs in Entwicklung und hätte im Frühling 2023 für $349 auf den Markt kommen sollen.

Macht sich Metas Sparplan bemerkbar?

Meta kündigte nach zuletzt schrumpfendem Gewinnwachstum und einer Börsentalfahrt erste Sparmaßnahmen an. Unter anderem möchte der Konzern langsamer neues Personal einstellen und einige Projekte in den besonders kostenintensiven Reality Labs stoppen. Möglich, dass die Milan-Smartwatch diesen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen ist.

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Das Metaverse-Armband ist damit aber nicht vom Tisch. Laut Bloomberg arbeitet Meta weiter an der Handgelenk-Hardware.

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Ein Prototyp eines reinen Elektromyografie-Armbands soll gut funktionieren und das Potenzial haben, Maus und Tastatur zu ersetzen, berichtete kürzlich der The-Verge-Journalist Alex Heath.

Ein ehemaliger Meta-Angestellte äußerte sich gegenüber dem Journalist äußerst positiv: „Wenn CTLR-Labs (die Armbandtechnologie) funktioniert, ist all das andere unwichtig.“

Quellen: Bloomberg