Im September übernahm Koch Media das VR-Studio Vertigo Games für 50 Millionen Euro. In einem Interview erläutert CEO Klemens Kundratitz die Gründe und erwägt VR-Umsetzungen großer Spielemarken.

Mit Arizona Sunshine hat Vertigo Games einen der größten Hits in der VR-Nische gelandet. Das Spiel ist für so ziemlich jede VR-Plattform erhältlich, gehört zu den Must-Have-Titeln und ist in VR-Charts stets auf den vordersten Plätzen zu finden.

2018 stiegen die Niederländer ins VR-Arcadegeschäft ein und Anfang 2019 wurden sie mit dem Vertrieb des VR-Spiels A Fisherman’s Tale (Test) zum VR-Publisher. Nun steht ihr bislang größtes Spiel in den Startlöchern: der Apokalypse-Shooter After the Fall, der wie Arizona Sunshine einen Koop-Modus bieten wird und mit DLCs versorgt werden soll.

Die VR-Markterfahrung des Studios hat Koch Media-CEO Klemens Kundratitz beeindruckt und so übernahm das Medienunternehmen Vertigo Games im September 2020 für 50 Millionen Euro.

Mit Virtual Reality wachsen

„Man muss auf die richtige Weise in einen Markt einsteigen und Vertigo Games sind VR-Experten, auf technischer und geschäftlicher Ebene. Sie sind stark darin, mit Entwicklern zusammenzuarbeiten und Spiele auf den Markt zu bringen. Das ist die Richtung, in die wir gehen wollen”, sagt Kundratitz in einem Interview mit MCV.

Der CEO sieht in VR eine Nische mit Wachstumspotenzial und will sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von VR-Spielen einen frühen Marktvorteil sichern.

“Wir beobachten Virtual Reality seit einiger Zeit und wir waren immer begeistert davon, aber sahen die geschäftliche Chance nicht.” Mit Hinblick auf VR-Brillen wie Oculus Quest 2 (alle Infos) meint Kundratitz: “Wir befinden uns an einem Wendepunkt und wir glauben, dass eine neue Hardware-Generation den VR-Markt signifikant vergrößern könnte.”

Kommt jetzt Metro VR?

Mit Vertigo Games steigt Koch Media ins VR-Publishing ein und könnte eines Tages bekannte Videospielmarken in die Virtual Reality bringen.

“Es gibt jetzt großes Interesse vonseiten verschiedener Studios an VR und wir müssen sehen, was dabei herauskommt”, sagt Kundratitz. Die Studios hätten viel Autonomie und niemand werde gezwungen, VR-Spiele zu entwickeln. “Auf der anderen Seite, wenn die Idee stimmt und aus Entwicklersicht Appetit besteht, dann haben wir jetzt gute Chancen, dies umzusetzen.”

“Metro ist sicherlich eine unserer wichtigen Marken, ebenso Kingdom Come: Deliverance und Dead Island. Es gibt also gute Möglichkeiten in unserem Marktportfolio.” Allerdings sei es noch viel zu früh für konkrete Zugeständnisse, weshalb sich Kundratitz an externe Entwicklerstudios wendet.

“Wir wollen mit Leuten zusammenarbeiten, die VR ernst nehmen. Wir glauben, dass große Spiele, Highend-Hardware und immersive Erfahrungen einen Großteil Gamer für VR begeistern werden. Wir wollen ein Publishing-Portfolio aufbauen und sind offen für Zusammenarbeit.”

Quelle: MCV UK, Titelbild: Vertigo Games

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Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

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