Horizon Worlds: Meta plant die Social-App auch ohne VR

Horizon Worlds: Meta plant die Social-App auch ohne VR

Das Metaverse beschränkt sich laut Meta nicht auf VR: Langfristig soll die Social-App Horizon Worlds auch ohne VR-Brille nutzbar sein.

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Metas Social-App Horizon Worlds (vormals Facebook Horizon) ist auch nach seiner langen Beta-Phase nur in den USA und Kanada verfügbar. Seit dem 9. Dezember können sich Besitzer:innen einer Meta Quest 2 oder Oculus Rift S in virtuellen Welten treffen, um kreativ zu werden oder Spiele zu basteln. Bisherige Kritiken zu Horizon Worlds fielen durchwachsen aus. Trotzdem ist die App Metas bisher umfangreichster Versuch, seine Vision vom sagenhaften „Metaverse“ zu verwirklichen.

Das Konzept wirkt auf den ersten Blick wie maßgeschneidert für Virtual Reality. Es dürfte also manch einen verwundern, wenn Horizon-Vizepräsident Vivek Sharma von einer Unterstützung für Personen ohne VR-Brille spricht. Schon im Dezember 2021 verriet der Leiter des Entwickler-Teams dem Magazin The Verge, dass sich Horizon Worlds ohne VR nutzen lassen wird: Irgendwann in der Zukunft werde man auch an einem Desktop-Rechner statt nur in VR programmieren können. Ein entsprechendes Update soll bessere Interaktionen und Spielmechaniken mit sich bringen.

In einem Interview mit dem Medien-Magazin Digiday.com unterstrich Sharma am Montag diese Pläne. Derzeit seien Horizon-Apps noch exklusiv für Besitzer:innen von Meta-Brillen verfügbar. „Letztlich“ werde die Plattform aber auch für Nutzer ohne Headsets zugänglich, so Sharma. Einen genaueren Zeitplan verriet er nicht.

Horizon Worlds: Ein Metaverse für alle

„Der Grund, warum VR wirklich wichtig ist, liegt in der Prämisse, dass das Metaverse so stark an diese Idee der synchronen Echtzeit-Immersion anknüpft“, so Sharma mit Bezug auf die zunächst nur für VR geplante Unterstützung von Horizon Worlds. Um dem Anspruch einer echten Plattform gerecht zu werden, soll es „praktisch überall für jeden da sein“, auch wenn die genaue Umsetzung noch offen sei.

Zwei Avatare programmieren gemeinsam in Horizon Worlds.

Noch sieht man nur innerhalb der VR-Welt flache Bildschirme. | Bild: Meta

Dass sich solch ein Schritt auszahlen kann, beweist eine ähnliche soziale Baukasten-Welt. Die 2016 für PC-Brillen gestartete Social-App Rec Room ist erfolgreicher denn je, nachdem sie für Systeme wie iOS, Android oder Playstation 4 geöffnet wurde. Im April vergangenen Jahres gab Rec Room an, dass sich seit Start rund 15 Millionen Nutzer ins Spiel eingeloggt haben, während der Umsatz allein 2020 um über 500 Prozent stieg. VR-Nutzer:innen machten im April 2021 immerhin noch ein Viertel der aktiven Nutzerschaft aus.

Sharma kam im Interview nicht auf das mögliche Vorbild Rec Room zu sprechen, das Horizon Worlds unter anderem in seinem Comic-Stil ähnelt. Für die noch ältere Kreativ-App Roblox (2006) hatte er aber einige positive Worte übrig: „Wir stehen auf den Schultern von Riesen, welche wirklich große Risiken eingegangen sind, um mit viel ‚Trial and Error‘ Metaverse-ähnliche Erfahrungen zu bauen, und ich denke, Roblox ist definitiv eine dieser Firmen.“

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Horizon Worlds: Keine Kopie von Rec Room, Roblox & Co.

Bei Horizon Worlds handle es sich aber um kein billiges Imitat, da es einen einzigartigen, sozialen Creator-Modus biete. Darin kann man tatsächlich direkt in der Welt gemeinsam basteln. Sharma verschweigt allerdings, dass das in Rec Room ebenfalls möglich ist.

Bei Horizon Worlds handelt es sich übrigens nicht um die einzige soziale Welt für Meta Quest aus dem Hause Meta. In der gleichen Reihe bietet das Unternehmen auch das virtuelle Wohnzimmer Horizon Home, die Coworking-App Horizon Workrooms und Horizon Venues für virtuelle Events an. Die Apps befinden sich derzeit noch im Beta-Stadium.

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Quellen: Digiday, The Verge

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