Google räumt die letzten Krümel aus der VR-Vorratskammer aus. Owlchemy Labs sendet vorsichtshalber mal ein Lebenszeichen.

Tilt Brush, Poly, Lenovo Mirage, YouTube 180, Daydream, Cardboard – Googles Liste aufgegebener (oder freigegebener) VR-Projekte ist wirklich nicht besonders schön anzusehen.

Doch mit den Zehenspitzen steht Google noch ein klein wenig im VR-Becken. Einerseits wegen des phänomenalen Google Earth VR, für das es allerdings verdächtig lange schon kein Update mehr gab.

Andererseits wegen Owlchemy Labs, dem VR-Studio hinter den sehr erfolgreichen VR-Spielen Job und Vacation Simulator. Owlchemy Labs gehörte zu den ersten kommerziell erfolgreichen VR-Studios und begründete ein eigenes VR-Genre, das es selbst “Near VR” nennt.

Der Schwerpunkt liegt auf Handinteraktionen mit Objekten, die unmittelbar um den Spieler herum sind. So umgeht das Studio das schwierige Thema VR-Fortbewegung und schafft außerdem eine neue Spielerfahrung.

Das fiel auch Google auf: Der Konzern kaufte Owlchemy Labs 2017. Die beiden Studiogründer Alex Schwartz und Cy Wise stiegen im Sommer 2018 aus.

Owlchemy Labs kommt (vorerst) nicht unter Googles VR-Räder

In Anbetracht von Googles Open-Source-Entscheidung für Tilt Brush fühlt sich der aktuelle Owlchemy Labs-Chef Devin Reimer genötigt, bei Twitter ein Lebenszeichen auszusenden: Einige Leute hätten wegen der Tilt Brush-Entscheidung bei ihm nachgefragt, ob für Owlchemy Labs ebenfalls Veränderungen anstünden.

Doch Reimer gibt Entwarnung: Owlchemy Labs wachse weiter und würde “tolle Spiele für jedermann” entwickeln sowie mit Innovationen VR nach vorne bringen. “Wir können es nicht abwarten, endlich unser nächstes großes Projekt vorzustellen”, schreibt Reimer.

Einen wirklichen Grund, Owlchemy Labs abzuschießen, hat Google derzeit nicht: Die bisherigen Spiele des Studios sind kommerziell in der kleinen VR-Nische sehr erfolgreich, das Studio dürfte sich also selbst tragen, und es genießt einen guten Ruf.

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