Gitarre lernen mit AR-Brille: Entwickler zeigt Demo
Snaps AR-Brillenprototyp Spectacles erleichtert das Gitarre üben.
Während die AR-Branche auf eine nützliche und alltagstaugliche AR-Brille wartet, experimentieren Entwickler:innen schon mal mit vorhandenen Prototypen und App-Ideen. Eine Idee ist, dass AR bei Alltagsaufgaben hilft, bei denen visuelle Führung das Lernen oder die Durchführung erleichtert. Weit oben auf der Liste steht das Musizieren.
Gitarre lernen mit visueller AR-Hilfe
Kürzlich zeigte ein Entwickler eine visuelle Trainings-App fürs Klavier mit dem AR-Modus von Quest 2: Der Blick durch die Brillenkameras auf die Tasten zeigt mit digitalen visuellen Hilfen, welche Note wann gespielt werden muss für ein ausgewähltes Stück. Die experimentelle App gibt's kostenlos im Quest App Lab.
___STEADY_PAYWALL___Dasselbe Prinzip wendet der AR-Entwickler Vova Kurbatov jetzt auf die Gitarre an: Er trägt dafür statt Quest 2 den neuen Spectacles-Prototyp von Snap, der im Vergleich zu Metas Gesichtscomputer deutlich schlanker ist und bequemer sein dürfte.
Durch die Linsen der Brille schaut Kurbatov auf den Gitarrensteg, auf dem ihm ein weißer Punkt anzeigt, welche Note er wann spielen muss für das ikonische Einstiegsriff zu "Sweet Child O' Mine" von Guns N' Roses.
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AR-Brille: Viele Nischen-Apps statt eine Killer-App?
Klar ist Kurbatovs Gitarren-App in der Konzeptfassung noch rudimentär. Die Anwendung bräuchte etwa noch Fingertracking, das erkennt, wann welcher Finger die richtige (oder die falsche) Saite greift oder die Übegeschwindigkeit automatisch anpasst an die Fingerfertigkeit der übenden Person. Potenzial jedenfalls hat das AR-gestützte Musizieren, auch wenn es nur für ein Nischenpublikum interessant sein dürfte.
Aber vielleicht ist eben das der Weg von AR-Brillen in einen größeren Markt - die Kombination aus vielen sinnvollen Nischenanwendungen, die man gezielt nutzt statt alltäglich wie das Smartphone. Weitere Beispiele für nützliche oder unterhaltsame Gelegenheitsanwendungen mit AR sind Bewegungsspiele, Navigation beim Einkaufen oder beim Sport, sodass man die Hände frei hat, oder digitale Displays, die reale ersetzen oder ergänzen.
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