Test gescheitert: In den nächsten Monaten wird Imax die verbliebenen drei VR-Spielhallen schließen.

Imax schließt im ersten Quartal 2019 die verbliebenen drei von insgesamt sieben eröffneten VR-Spielhallen. Nur eine der sieben Spielhallen soll die Umsatzerwartungen erfüllt haben.

Betroffen sind die Standorte in Los Angeles, Toronto und Bangkok. Drei weitere Standorte in New York und Shanghai wurden im Juni und Juli geschlossen, die einzige Europa-Arcade in Manchester im November.

“Mit dem Start des Imax-VR-Center-Pilotprogramms wollten wir eine Vielzahl verschiedener Konzepte und Standorte testen, um festzustellen, welche Ansätze gut funktionieren. Nach einer Testphase mit VR-Zentren in Multiplexen haben wir uns entschieden, das Imax-VR-Center-Pilotprogramm abzuschließen und die restlichen drei Standorte im ersten Quartal 2019 zu schließen”, sagt ein Sprecher gegenüber Variety.

Potenzial nicht ausgereizt

Imax erste VR-Arcade startete im Frühjahr 2017 in Los Angeles. Das Unternehmen investierte sowohl in Hard- als auch exklusive Software, ursprünglich war eine weltweite Expansion geplant. VR hätte neben dem Kinobetrieb ein weiteres Standbein werden sollen.

“Die Reaktion der Verbraucher war äußerst positiv, aber die Zahlen waren einfach nicht da”, sagte Imax-CEO Richard Gelfond im Mai. “[…] Wir mögen dieses Geschäft und wir mögen unsere Stellung darin, aber wir glauben, dass die Umsätze derzeit nicht genug Anreize bieten, weitere Investitionen zu tätigen.”

Ein Problem der Imax-Arcades ist es, dass sie fast keinen Mehrwert gegenüber Heim-VR bieten. Imax setzt weitgehend auf handelsübliche Geräte wie HTC Vive und Oculus Rift und Standard-Software, die man selbst kaufen oder bei Freunden ausprobieren kann. Der soziale Faktor in einem gemeinschaftlichen VR-Erlebnis fehlt.

Umgekehrt waren die Preise wohl zu hoch angesetzt: Imax wollte umgerechnet rund elf Euro pro Spiele-Session.

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