Bereits Anfang des Jahres berichtete Tech-Leaker Alex Heath, dass Facebook an einer Smartwatch arbeitet. In einem neuen Bericht geht er auf technische Details ein.

Demnach soll das Gerät ein herauslösbares Display bieten, in dessen Vorder- und Rückseite jeweils eine Kamera verbaut ist. Die vorderseitige Kamera sei primär für Video-Anrufe gedacht, während die rückseitige Kamera Full-HD-Auflösung und Autofokus biete und Nutzern erlaubt, Fotos und Videos zu erstellen und via Instagram und anderen Facebook-Apps mit Freunden zu teilen. Dritthersteller sollen an Zubehör arbeiten, mit der die Kamera an Rucksäcken und anderen Objekten befestigt werden kann.

Das Wearable werde außerdem als Fitness-Gerät beworben und habe einen Herzfrequenzsensor integriert, berichtet Heath in Berufung auf zwei unternehmensnahe Quellen. Als Betriebssystem diene ein modifiziertes Android. Die Smartwatch wird neben Facebook-Apps weitere Anwendungen bieten, die von Partnern entwickelt werden.

Sehr wahrscheinlich ist eine Verbindung mit der Facebook-eigenen VR-Brille Oculus Quest 2, etwa für erweiterte Fitness-Funktionen oder Ganzkörpertracking via Kamera.

Ausbruch aus dem Smartphone-Ökosystem

Die Smartwatch ist als autarkes Gerät geplant, das mobiles Internet unterstützt und unabhängig vom Smartphone funktioniert. Damit sei es ein Teil von Facebooks Plan, aus Apples und Googles Ökosystemen auszubrechen, schreibt Heath. Seit längerem bekannt ist, dass Facebook neben Hardware auch an einem eigenen Betriebssystem arbeitet. Die Entwicklung ist laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg schon weit fortgeschritten.

Das noch namenlose Wearable solle im nächsten Sommer in drei Farben (Weiß, Schwarz, Gold) erscheinen und circa 400 US-Dollar kosten, der Preis sei jedoch noch nicht festgelegt. Facebook arbeite derzeit mit führenden US-Telekommunikationsanbietern an der Internetunterstützung. Letztere sollen die Smartwatch auch in ihren Geschäften verkaufen.

Ein Baustein von Facebooks AR-Zukunft

Facebook hoffe, ein Volumen im niedrigen sechsstelligen Bereich zu verkaufen und arbeitet bereits an der zweiten und dritten Generation der Smartwatch.

Zukünftige Version sollen zu einem Baustein von Facebooks AR-Zukunft werden und mittels EMG-Sensoren und maschinellem Lernen als Eingabegerät für AR-Brillen dienen. Die entsprechende Armband-Forschung (siehe Titelbild) stellte das Unternehmen im Frühjahr vor.

Rund eine Milliarde US-Dollar soll in die Entwicklung des ersten Wearables geflossen sein. Laut Heath könnte Facebook das Projekt noch immer stoppen, das sei jedoch unwahrscheinlich. Heaths Bericht folgt auf einen früheren Leak von Anfang des Jahres.

Quelle: The Verge, Titelbild: Facebook

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