Vier Jahre lang trug Hugo Barra Facebooks VR-Strategie und war zuletzt an der Entwicklung der ersten Datenbrille beteiligt. Nun verlässt Barra das Unternehmen kurz vor Launch des neuen Produkts.

Barra blickt auf eine eindrucksvolle Karriere in der Techindustrie zurück. Von 2008 bis 2013 war er in leitender Rolle für Googles Android-Produkt verantwortlich und bevor er zu Facebook wechselte, leitete er vier Jahre lang Xiaomis internationale Geschäfte.

Seine Beziehungen zum chinesischen Smartphone-Hersteller und die langjährige Freundschaft mit Mark Zuckerberg führten ihn 2017 zurück ins Silicon Valley, wo er Facebooks neu geschaffenen Posten des VR-Vizepräsidenten übernahm.

2018 stellte das Unternehmen seine VR-Weichen neu und verlegte seinen Schwerpunkt auf autarke Virtual Reality. In diesem Jahr erschien die von Xiaomi produzierte Oculus Go und der auf PC-VR fokussierte ehemalige Oculus-CEO Brendan Iribe verließ das Unternehmen, offenbar deshalb, weil er mit Facebooks neuer Marschrichtung nicht einverstanden war.

Mobile-Experte Barra hatte dessen Führungsrolle schon bei Amtsantritt Anfang 2017 übernommen und ab diesem Zeitpunkt in Zuckerbergs Auftrag die Entwicklung der autarken VR-Brillen Oculus Go, Oculus Quest und Oculus Quest 2 (Test) vorangetrieben.

Hauptfokus auf Datenbrille

Das letzte große Projekt, für das Barra verantwortlich war, ist Facebooks erste Datenbrille. Barra kündigte das Produkt im September 2020 via Twitter an und schrieb, dass das Wearable sein derzeitiger Hauptfokus ist. Über die Datenbrille ist bislang nicht viel bekannt: Sie wird mit dem weltgrößten Brillenhersteller EssilorLuxottica zusammen entwickelt, soll in diesem Jahr als modische Ray Ban-Brille auf den Markt kommen und bietet noch unangekündigte Tech-Features, jedoch kein Display.

Anfang März betrieb Facebooks Finanzchef David Wehner Erwartungsmanagment. Das Produkt werde nicht annähernd dort sein, wo Facebook mit Augmented Reality irgendwann hinwolle, sagte Wehner gegenüber CBNC. Facebooks XR-Chef Andrew Bosworth glaubt, dass die Datenbrille gute Chance am Markt hat. Nicht unbedingt wegen ihrer technischen Features, sondern weil sie gut aussieht.

Hugo Barra blickt in seiner Abschiedsbotschaft (Facebook-Posting) in die AR-Zukunft des Unternehmens und schreibt, dass sie dieses Jahr mit Facebooks Datenbrille beginne. Das Wearable sei ein Bindeglied zwischen den aktuellen VR-Brillen (Vergleich) und den AR-Brillen von morgen. Barra selbst will nach seiner Zeit bei Facebook Neuland betreten und an der Schnittstelle von Technologie und Gesundheit arbeiten.

Quelle und Titelbild: Facebook

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