Die Telekom gibt den Startschuss für 5G in Deutschland.

Mitte Juni endete die 5G-Auktion für Deutschland, jetzt startet die Telekom in den Testbetrieb zunächst in Berlin und Bonn. Anschließend soll 5G in Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München verfügbar sein.

Bis Jahresende will die Telekom rund 300 5G-Antennen an 100 Standorten aufstellen. Innerhalb der nächsten 18 Monate sollen die 20 größten Städte 5G-Netze bieten.

Zum Start des 5G-Netzes bietet die Telekom den Tarif “Unlimited” mit 5G-Unterstützung für 85 Euro im Monat an. Ein reiner 5G-Datentarif mit unbegrenztem Volumen kostet 75 Euro im Monat.

Als erstes 5G-Endgerät verkauft die Telekom das Galaxy S10 5G (900 Euro im Tarif “Magenta Mobil XL Special”): Samsungs Superflaggschiff bietet XR-Enthusiasten neben der 5G-Verbindung zwei Tiefensensoren jeweils nach vorne und nach hinten zum Beispiel für 3D-Scans.

Die Telekom verkauft außerdem HTCs 5G-Hub, den HTC auch als VR-Streaming-Gerät vermarkten will – allerdings überzeugte bei ersten Tests die Qualität noch nicht. Der 5G-Hub kostet rund 556 Euro im Tarif “Magenta Mobil Speedbox XL” und ist ab sofort erhältlich.

Wird 5G der erhoffte XR-Heilsbringer?

Im aktuellen Testbetrieb erreicht die Telekom Übertragungsraten von bis zu einem Gigabyte pro Sekunde – zur Latenz äußert sich die Telekom nicht.

Sie sollte bei wenigen Millisekunden liegen, was die Übertragungstechnologie so interessant macht für XR-Technologien: Die Bewegungssteuerung von VR- und AR-Brillen soll so ohne spürbare Verzögerung funktionieren. 3D-Inhalte könnten so an XR-Brillen gestreamt werden, was wiederum schlankere Endgeräte zur Folge hätte, da keine Prozessoren in die Brille verbaut werden müssten.

Außerdem würden wohl lokale Zuspieler wie PCs, Konsolen und Smartphones überflüssig – selbst für technisch und grafisch anspruchsvolle XR-Anwendungen. Viele Marktteilnehmer glauben daher, dass der 5G-Ausbau maßgeblich zur Entwicklung von VR und AR beisteuern wird.

Unter anderem deutete Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz kürzlich an, dass die nächste Magic-Leap-Brille in zwei bis drei Jahren ein 5G-Endgerät werden könnte. Erst mit 5G sei es möglich, die Leistung eines PCs mit der Mobilität eines Smartphones in einer Datenbrille zu kombinieren.

Die Telekom selbst gibt an, dass im eigenen Tech-Inkubator “Hubraum” derzeit 18 Startups erste 5G-Ideen ausprobieren, darunter auch “Schulungen per Datenbrille und Datenhandschuh”.

Titelbild: Telekom; Quelle: Telekom

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