Ersetzt autonomes Fahren die Fahrschule? – GM-Patent

Ersetzt autonomes Fahren die Fahrschule? – GM-Patent

Autonom fahrende Vehikel sind Menschen schon heute in vielen Fällen überlegen. Bringt uns Künstliche Intelligenz bald das Autofahren bei?

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Viele Expert:innen sind überzeugt, dass autonomes Fahren die Mobilität nachhaltig verändern wird. Die Künstliche Intelligenz eines autonomen Fahrsystems soll durch einen effizienteren Fahrstil die Verkehrsbelastung von Innenstädten reduzieren und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Noch lernen KI-Systeme das Autofahren (mehr oder weniger direkt) von Menschen. Doch das könnte sich bald ändern: Ein Patent des US-Autokonzerns General Motors deutet auf ein autonomes Fahrsystem hin, das Fahrschülern das Fahren beibringen soll.

Wann ist vollständiges autonomes Fahren möglich?

Autonom fahrende Vehikel werden von der Society of Automotive Engineers (SAE) in sechs Stufen unterteilt. Ein Fahrzeug der Stufe 0 verfügt über keinerlei Automation. Der Mensch muss sämtliche Fahrfunktionen selbst übernehmen.

Stufe fünf entspricht der vollständigen Automation. Das Fahrzeug fährt zu jeder Zeit und unabhängig von äußeren Einflüssen und Umgebungen selbstständig. Der Mensch wird zum Passagier.

Die neueste Fassung der SAE-Grafik zur Klassifizierung von autonomen Fahrsystemen.

Die aktuelle Fassung der SAE-Grafik zur Klassifizierung von autonomen Fahrsystemen. | Bild: SAE International

Elon Musk deutete schon vor zwei Jahren auf der World Artificial Intelligence Conference 2020 einen KI-Durchbruch an. Teslas Autopilot fahre bald viel sicherer als der Mensch, prophezeite Musk. Noch ist diese Vorhersage allerdings nicht eingetreten. Kein Unternehmen hat bislang Stufe fünf auf der SAE-Norm erreicht.

Autonomes Fahren ist noch nicht perfekt

Zwar schicken schon heute Hersteller wie Waymo oder Cruise ihre Robo-Taxis fahrerlos durch Kalifornien. Diese Fahrten sind allerdings auf bestimmte Gebiete begrenzt. Im Notfall übernimmt der Mensch via Teleoperation die Kontrolle aus der Ferne. Die KI ist also noch nicht perfekt und fährt auch der Polizei mal davon.

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Der Autobauer General Motors entwickelt mit Super Cruise und Ultra Cruise fortschrittliche Fahrassistenzsysteme (ADA), die Fahrende mit intelligenten Brems-, Beschleunigungs- und Lenkassistenten unterstützen. Auf Highways können die Fahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen die Kontrolle übernehmen. GM ist auch Hauptanteilseigner von Cruise, einem der führenden Hersteller autonomer Fahrsysteme.

Autonomes Fahren: Wenn der Schüler zum Lehrer wird

General Motors besitzt ein Patent für ein autonomes Fahrsystem, das Fahrschüler:innen beim Fahren lernen unterstützen soll: Die KI soll Manöver der Schüler:innen in bestimmten Verkehrssituationen überwachen. Die Leistung der Schüler:innen werde mit dem vom System festgelegten Ideal abgeglichen und bewertet.

Sowohl Echtzeit-Feedback als auch ein abschließender Bewertungsbericht nach einer festgelegten Aufgabe seien denkbar. Zudem soll es möglich sein, bestimmte Steuerungselemente schrittweise an Lernende zu übergeben. Je besser diese im Lauf des Ausbildungsprozesses abschneiden, desto weniger greife das Fahrzeug in das Geschehen ein.

Die Idee, Zukunftstechnologien in Fahrschulen einzusetzen, ist nicht neu. In Korea gibt es etwa einen VR-Führerschein-Test für Senioren. Durch die VR-Brille sollen realitätsnahe Verkehrstests die Eignung älterer Menschen ermitteln, ein Kraftfahrzeug zu führen.

Quellen: Motor1

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