Cambria: Neue Gerüchte um Metas nächste VR-Brille

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  • Aktualisierte Renderings sollen Cambria-Sensoren zeigen
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Update vom 14. April 2022:

Lynch hat das Cambria-Rendering anpassen lassen. Das Einzige, was sich geändert hat, ist die Zahl und Anordnung der Sensoren auf der Vorderseite des Gehäuses, die nun mit Funden aus der Quest-Firmware übereinstimmt (siehe Artikel, ganz unten). Das ursprüngliche Rendering findet ihr hinter dem Link.

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Ursprünglicher Artikel vom 12. April 2022:

Cambria könnte unter dem Namen Quest 2 Pro auf den Markt kommen. Ich fasse die jüngsten Gerüchte zusammen.

In den letzten zwei Wochen gab es einen Haufen neuer Gerüchte um Project Cambria, ein Highend-Gerät, das Meta im Herbst auf der Connect 2021 ankündigte und das im Laufe dieses Jahres erscheinen soll.

Die Gerüchte angeheizt hat der Hardware-Analyst und Youtuber Brad Lynch. Ende März behauptete er, dass Cambria fertiggestellt und bereit für die Massenproduktion sei und vergangene Woche hieß es, er habe ein Bild des finalen Geräts gesehen. Mit einem Industriedesigner zusammen rekonstruierte er aus dem Gedächtnis heraus ein 3D-Modell der mutmaßlichen VR-Brille, das die neue Sensortechnik zeigt.

In einem Livestream hat Lynch neue Informationen zu Cambria zusammengetragen. Darin beruft er sich auf andere, teils bekannte Analysten, Datamining-Funde und Kontakte aus Zulieferkreisen. Wie immer gilt, dass es sich um keine bestätigten Informationen handelt, weshalb man sie mit Vorsicht genießen sollte. Meta selbst verlor seit der Ankündigung kein Wort mehr über Cambria und derzeit ist unklar, wann das Gerät im Detail vorgestellt wird.

Cambria soll Quest Pro 2 heißen

Nachfolgend fasse ich die wichtigsten neuen Infos aus dem Livestream zusammen:

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  • Lynch glaubt, dass Project Cambria unter dem Namen Quest 2 Pro vermarktet wird. Der Youtuber beruft sich auf einen Tweet des renommierten Apple-Leakers Ming-Chi Kuo sowie einen chinesischen Lieferkettenanalyst, der Einblick in Goertek haben soll. Goertek ist der weltweit größte Fertiger von VR-Hardware und stellt unter anderem die Meta Quest 2 her. Auch Cambria entsteht bei Goertek.
  • Letzterem Analyst zufolge wird Cambria im Herbst auf der Connect 2022 vorgestellt und geht kurz danach in den Verkauf.
  • Das Gerät soll sehr teuer in der Herstellung sein. Allein die Komponenten sollen rund 780 US-Dollar kosten, berichtet Lynch in Berufung auf den Goertek-Analyst. Zum Vergleich: Die Bauteile eines iPhone 13 Pro kosten laut Schätzungen 570 US-Dollar. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Cambria stark subventioniert wird, um das Gerät für Endverbraucher interessant zu machen und Apple unter Druck zu setzen. Der Konzern wird dieses Jahr laut Berichten eine eigene VR-Brille vorstellen.
  • Der Codename Cambria soll eine Anspielung auf das Kambrium (Wikipedia) sein, eine Periode in der Erdgeschichte, die von einer explosionsartigen Zunahme der Lebensformen geprägt ist. Cambria soll der Beginn einer ähnlichen Explosion im VR-Markt sein.
  • Eine unbekannte neue Technologie soll die wahrgenommene Auflösung der VR-Brille über die Anzahl Bildpunkte des Displays hinaus verbessern. Das Resultat sei ein klareres Bild ohne sichtbare Pixelraster, sagt Lynch in Berufung auf den chinesischen Goertek-Analyst.
  • Laut Lynchs aktueller Datenlage werden auf der nächstjährigen Connect gleich zwei neue Geräte vorgestellt: die Quest 3 und eine Quest 3 Pro (Seabright). Letztere soll fortschrittlichere Sensoren, ein MicroOLED-Display, einen schmaleren Formfaktor und einen sehr viel stärkeren Chip als die Quest 2 Pro (Seacliff) bieten.

Cambria: AR-Modus nutzt „Software-Magie“

Die Quest-Dataminer Samulia, Basti546 und m3gagluk verhalfen Lynch zu weiteren Erkenntnissen bezüglich Cambrias Sensortechnik.

Neuen Firmware-Funden zufolge nutzt die Quest 2 Pro drei Sensoren für den AR-Modus: zwei niedrig auflösende Kameras, die Bewegung und Tiefe des Raums einfangen und Stereoskopie ermöglichen und eine dritte, hochauflösende Farbkamera, die für eine getreue farbliche Wiedergabe der Umgebung verantwortlich ist. Das fertige Videobild der physischen Umwelt entsteht demnach aus einer Fusion dieser drei Sensordaten. So weit die Theorie.

Lynch korrigiert außerdem Aussagen von letzter Woche. Damals behauptete er, Bilder des finalen Cambria-Geräts gesehen zu haben und fertigte ein 3D-Rendering desselben an. Da dieses eine andere Anordnung von Sensoren als in den jüngsten Firmware-Funden zeigt, wird es sich womöglich um ein weiter entwickeltes Modell (wahrscheinlich Quest 3 Pro) handeln, meint Lynch.

Er habe nun ein Bild des kommenden Cambria-Modells (Quest 2 Pro) gesehen, das mit den Datamining-Leaks übereinstimme. Ein aktualisiertes 3D-Rendering werde in Kürze folgen.

Es dürfte nicht die letzte Wendung im Cambria-Krimi bleiben. Ist an den Gerüchten etwas dran, dann könnte Meta erst im Herbst Fakten schaffen.