Facebook plant mit Umsätzen aus VR- und AR-Werbung

Facebook plant mit Umsätzen aus VR- und AR-Werbung

Facebook verdient mit zielgerichteter Werbung Geld - nicht mit dem Verkauf von Hard- und Software. Dieses Geschäftsmodell wird sich für Virtual und Augmented Reality wohl nicht ändern.

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In der Telefonkonferenz zu den Finanzdaten des dritten Quartals 2018 spricht Facebooks Führungsriege nur kurz über Virtual und Augmented Reality. Man investiere weiter kräftig in Technologien, die Menschen digital näher zusammenbringen, sagt Facebook-Chef Mark Zuckerbeg.

Neben der Videochathardware "Portal" zählt laut Zuckerberg die für Frühjahr 2019 angekündigte autarke VR-Brille Oculus Quest zu diesen Technologien. Die Quest-Brille biete "Rift-ähnliche VR-Qualität ohne Kabel", so Zuckerberg.

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Facebook wächst langsamer ...

2019 wird laut Zuckerberg erneut ein Jahr mit "signifikanten Investitionen" insgesamt. Für die Zukunft plane er, Umsatz und Kosten wieder mehr in Einklang zu bringen.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg Facebooks Umsatz um 33 Prozent auf 13,73 Milliarden US-Dollar. Die Umsatzerwartung lag bei 13,78 Milliarden US-Dollar, wird also knapp unterschritten.

In Europa verlor das soziale Netz rund eine Million Nutzer, in den USA kam in etwa die gleiche Anzahl neuer Nutzer hinzu. Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer weltweit (2,27 Milliarden) wächst weiter, allerdings so langsam wie seit Jahren nicht.

... und braucht neue Kanäle

Facebooks Umsätze über die Web- und App-Plattform dürften über kurz oder lang stagnieren. Das Wachstumspotenzial im Nachrichtenstrom ist durch die endliche Anzeigenfläche begrenzt.

Entsprechend aggressiv versucht Facebook, neue Werbeflächen zu erschließen: Es dringt in YouTubes Hoheitsgebiet Bewegtbild vor und monetarisiert die eigenen Messenger.

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Außerdem steckt das Unternehmen viel Geld in die Entwicklung neuer Kanäle mit Zukunftspotenzial wie AR und VR.

Facebook plant mit AR- und VR-Werbung

Facebook experimentiert bereits mit Augmented-Reality-Anzeigen im Nachrichtenstrom: Sobald die AR-Funktion läuft, kann der Nutzer über die Frontkamera seines Smartphones Computer-Nachbauten unterschiedlicher Sonnenbrillen in sein Gesicht projizieren und so digital anprobieren. Anschließend kann die Brille im Online-Shop bestellt werden.

Im Umfeld von Oculus verzichtet Facebook noch auf Werbeaktivitäten. Käufer einer Oculus-Brille müssen nicht einmal bei Facebook angemeldet sein, um den Oculus-Service zu nutzen.

Das wird voraussichtlich nicht so bleiben: Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg spricht in der Telefonkonferenz von "großen Chancen", die aktuellen Werbekunden an neue Plattformen und Formate heranzuführen. Das gelte auch "für VR/AR-Plattformen, die wir gerade entwickeln".

VR- und AR-Technologien dürften für Werbetreibende besonders interessant sein, da sie dank Bewegungserfassung deutlich mehr Daten über die Zielgruppe sammeln. Sogar Augenbewegungen können zukünftig protokolliert werden.

Oculus verspricht, dass Bewegungsdaten nur anonymisiert erhoben werden. In den Oculus-AGBs nimmt sich Facebook alle Freiheiten im Umgang mit Nutzerdaten, auch zu Werbezwecken.

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