Bericht: Apple VR-Brille könnte Anfang 2022 erscheinen

Bericht: Apple VR-Brille könnte Anfang 2022 erscheinen

Die Gerüchte um Apples VR- und AR-Ambitionen verdichten sich. Es gibt neue Details zur Lieferkette.

Ende Januar berichtete Bloombergs verlässlicher Apple-Leaker Mark Gurman detailliert über Apples VR-Pläne: Im kommenden Jahr könne Apple eine autarke Highend-VR-Brille mit AR-Funktionen vergleichbar mit Oculus Quest auf den Markt bringen.

Anders als Facebook wolle Apple die VR-Brille allerdings nicht in den Mainstream hebeln, sondern plane geringe Verkaufszahlen ein – circa 200.000 Geräte im Jahr. Die sollen dafür richtig teuer werden.

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Aus Gurmans Beschreibung geht hervor, dass Apple die VR-Brille eher als Feldstudie für zukünftige AR-Geräte sieht, obwohl der Fokus des Prototyps auf VR liegt.

In Stein gemeißelt ist dieser Plan laut Gurman allerdings nicht. Apple tue sich noch mit der Frage schwer, welche Funktionen und Inhalte die Brille bieten solle. In Planung ist wohl eine 3D-Umgebung für Gaming, Videos und Kommunikation. In früheren Berichten von Gurman war die Rede von „rOS“, einem „Reality Operating System“ speziell für XR.

Analyst: Apple-Brille könnte im 1. Quartal 2022 starten

Jetzt berichtet die China Times über eine Analyse von Yang Weilun, der für JPMorgan Chase Securities Technology den Markt beobachtet. Die Analyse ist deshalb interessant, weil sie speziell auf Apples Headset-Lieferkette eingeht.

Laut Weilun ist eine Veröffentlichung der Apple VR-Brille im ersten Quartal 2022 realistisch. Die meisten Komponenten seien im vierten Quartal 2021 bereit, die Auslieferung der Teile laufe seit Anfang 2021.

Insgesamt seien sieben große taiwanesische Hersteller in der Lieferkette, darunter TSMC für Chips, Largan und Jin Guoguang für Kameras, Yujingguang und Yangmingguang für VR-Linsen und Pegatron für den Zusammenbau.

Der Analyst geht davon aus, dass Apples VR-Brille einen ähnlichen Formfaktor wie aktuelle Geräte hat. Sie soll mit sechs Kameras und einem Lidar-Sensor ausgerüstet sein. Lidar-Technik steckt in Apples iPhone 12 Pro und ab dem iPhone 13 wohl in allen Modellen. Der 3D-Sensor könnte speziell die AR-Komponente der Brille verbessern.

Apples erste Tech-Brille könnte eine teure Feldstudie werden

Weilun bestätigt Gurmans Bericht, dass Apples VR-Brille teuer wird: Allein die Kosten für die Produktion sollen jenseits der 500-US-Dollar-Marke liegen. Zum Vergleich: Ein iPhone 12 mit 128 Gigabyte soll in der Produktion circa 430 US-Dollar kosten. Die taiwanesischen Zulieferer und Hersteller sollen an der Apple VR-Brille gut verdienen.

Weilun hat auch ein Update zu Apple Glass, Apples angeblich geplanter schlanker Datenbrille: Es sei unwahrscheinlich, dass diese in den nächsten 12 bis 18 Monaten marktreif sei. Die Herstellung und das Management der Lieferkette seien „extrem schwierig“. In früheren Berichten hieß es, dass Apple schon erste Prototypen von Apples Glass produziert in Vorbereitung einer Massenfertigung.

Quelle: China Times, via: iMore

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