AR-Brille Nreal: Europastart rückt näher, neue Demos

AR-Brille Nreal: Europastart rückt näher, neue Demos

Nreals AR-Brille Light könnte Corona zum Trotz noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

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Nreal will schaffen, was Magic Leap misslang: AR-Brillen für jedermann salonfähig machen.

Dafür entwickelte das chinesische Unternehmen ein schlankes Gestell, das zwar noch eindeutig als Tech-Brille identifizierbar, aber im Vergleich zu Magic Leaps Versuch weniger klobig ist. Statt eines Taschencomputers dient bei Nreal ein schnelles USB-C-Smartphone oder der PC als Zuspieler.

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Jetzt gibt Nreal bekannt, dass es für einen Marktstart in Europa und den USA alle rechtlichen Hürden genommen und die notwendigen Zertifikate eingesammelt hat. Außerdem kündigt das Unternehmen für den 18. Mai eine "große Neuigkeit" an, die sich wohl an Entwickler richten wird.

Eine Entwicklerversion von Nreal wird seit Ende letzten Jahres für rund 1.200 US-Dollar verkauft, mehr als 2.000 Einheiten wurden bislang abgesetzt. Die Konsumentenversion war ursprünglich für Anfang des Jahres angekündigt. Auf der Webseite wird der Veröffentlichungszeitraum derzeit mit "bald" angegeben.

Im März investierte Nreal 280 Millionen US-Dollar in einen Produktions- und Forschungsstandort im Wuxi National Hi-tech District in China. Dort sollen noch 2020 rund eine Million AR-Brillen vom Band laufen.

Schuhe shoppen und TV schauen in AR

Bei Twitter zeigt Nreal derweil diverse Demos, wie die AR-Brille im Alltag genutzt werden könnte. Zum Beispiel könnte ein Online-Schuhverkäufer seine Verkaufsobjekte als 3D-Modelle in Originalgröße in den Raum projizieren.

Außerdem soll sich Nreal Light gut als TV-Brille eignen. Im Zusammenspiel mit einem Oneplus 8 kann man so Videos auf einen circa 70 Zoll großen virtuellen Monitor beamen.

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Eine Spieledemo zeigt ein Beat-Saber-ähnliches Format, bei dem der Brillenträger im Takt elektronischer Musik seinen Kopf in verschiedene Richtungen neigt, um Münzen einzusammeln.

In einer weiteren App demonstriert Nreal, wie die AR-Brille Realität und virtuelle Welt miteinander verknüpfen kann. In einem 3D-Scan einer Wohnung können digitale Audio- und Textbotschaften einem Objekt zugewiesen werden.

Tritt der AR-Brillenträger an das Objekt heran, sieht er die Nachricht und kann mit ihr interagieren. So ließen sich beispielsweise digitale Anleitungen in die echte Welt integrieren, was speziell für die Industrie interessant sein könnte.

In Deutschland wird Nreal Light voraussichtlich von der Telekom vermarktet, womöglich im Zusammenspiel mit einem 5G-Service. Die schnellen Datennetze sind laut Nreal zentral für die eigene Marktstrategie. Auch die Telekom wird sinnvolle Anwendungsszenarien für die 5G-Vermarktung suchen.

Laut der Telekom handelt es sich bei der Kooperation mit Nreal um eine Technologiepartnerschaft, um "Mixed Reality in den Massenmarkt zu bringen". Mögliche Inhalte seien Events und Gaming.

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