Zynga-Veteranen starten VR-Studio: „VR für Oma und Opa“

Zynga-Veteranen starten VR-Studio: „VR für Oma und Opa“

Ehemalige Zynga-Angestellte gründen ein neues VR-Studio, das Alt und Jung zusammenbringen soll.

Die beiden ehemaligen Zynga-Mitarbeiter Marcus Segal und Mike Pagano Doom gründen neu das VR-Studio „ForeVR“. Das Ziel sei es, VR-Erfahrungen für einen Massenmarkt, alle Altersgruppen und für überall auf der Welt zu entwickeln, so die Unternehmensgründer.

Das Gründer-Team konnte neben weiteren ehemaligen Zynga-Angestellten auch frühere Kollegen und Kolleginnen von EA, Disney und Glu für die eigene Sache begeistern. Das erste Spiel, Bowling in VR, soll 2021 für Oculus Quest erscheinen.

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Eine Reihe von Investoren unterstützen ForeVR zum Start, darunter die Twitch-Mitgründer Emmett Shear und Justin Kan sowie die Zynga-Gründer Mark Pincus und Justin Waldron. Das Startkapital liegt bei 1,5 Millionen US-Dollar.

„Die Zeit ist jetzt reif für die VR … die Dynamik ist unbestreitbar“, sagt Segal. „Wie in den frühen Tagen bei Zynga mit sozialen Spielen sehen wir eine große Chance darin, die Eintrittsbarrieren für Spiele zu senken. Wir wollen VR-Spiele machen, die Großeltern mit ihren Enkeln spielen können.“

Geht das Zynga-Konzept in VR auf?

In ForeVR steckt reichlich Zynga-DNA: Das Unternehmen ist bekannt für leicht zugänglicher Browser-Spiele in sozialen Netzwerken wie Facebook. Das bekannteste Spiel dürfte Farmville sein, das im Sommer 2009 unsere Facebook-Streams malträtierte.

Gespannt darf man bei diesem Casual-Anspruch sein, wie das Studio das Dilemma aktueller VR-Technologie angeht: VR baut durch die natürliche Körpersteuerung zwar einerseits beinahe alle Software-Interface-Barrieren ab, wie man sie von klassischen Computerspielen kennt, ist also wie gemacht für Menschen, die sich ansonsten kaum mit Computertechnologie und Games befassen.

Auf der anderen Seite fügt VR durch den Brillenfaktor eine starke körperliche Barriere hinzu. VR-Spiele wie Beat Saber oder Superhot VR sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie diese beiden Pro- und Contra-Faktoren durch kurze, intensive Spielzeiten und einfache Spielmechaniken gut ausbalancieren.

Bowling in VR: Massensport für den Massenmarkt

Als erstes Game-Konzept hat sich ForeVR Bowling ausgesucht, das genau diesem Anspruch gerecht werden soll: Spieler könnten ihren Wurf machen und dann die VR-Brille weiterreichen. Alle schauen live auf dem TV zu. Alternativ könne man online die Distanzen überbrücken für einen gemeinsamen Bowling-Abend, so die Studio-Gründer.

Die Kombination aus der günstigen Quest 2 (Test) und dem Massensport Bowling ist für Segal das Erfolgsrezept: „Ich habe gewartet, bis es das Gerät gibt, das jeder benutzen kann“, sagt Segal.

Er hofft auf den Wii-Faktor: „Bowling war wirklich entscheidend für die Wii-Konsole, und wir denken, dass diese Art von Spiel, bei dem man mit einer Hand spielen kann, genau das ist, was VR braucht. Man nimmt den Ball auf und bowlt. Es ist großartig, um VR noch zugänglicher zu machen. Ich konnte meinen 81-jährigen Vater damit begeistern“, sagt Segal.

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