Zoom AR-Filter: Anwalt blamiert sich als Babykatze

Zoom AR-Filter: Anwalt blamiert sich als Babykatze

Videokonferenzen mit Zoom werden unterhaltsamer: Ein neues Update bringt AR-Filter. Ein texanischer Anwalt wird seinen ersten Filtereinsatz nicht vergessen.

Videokonferenz-Apps wie Zoom, Teams und viele mehr haben während der Pandemie so ein bisschen die Büro-Jobs gerettet. Mit ihnen können wir auch visuell Kontakt mit Freunden und Verwandten halten. Wer weiß, wie die Pandemie ohne Videochats verlaufen wäre.

Trotz der bisherigen Erfolge steckt in den Systemen noch deutlich mehr Potenzial, als derzeit abgerufen wird. Ich erwarte auch für die Zeit nach Corona, dass Videokonferenzen bleiben und besser werden, sowohl Hard- als auch Software, bis hin zur Telepräsenz.

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AR-Filter für Zoom jetzt für alle

Zoom erweitert die eigene Software jetzt mit Augmented Reality-Effekten: Sonnenbrille, Hundenase, Schnurrbart, VR-Brille oder extra buschige Augenbrauen – mit einer Auswahl an AR-Filtern könnt ihr euer visuelles Erscheinungsbild ad absurdum führen oder dezent optimieren.

Ursprünglich angekündigt wurden die neuen Filter schon im September 2020, jetzt sind sie für alle Nutzer verfügbar. Ihr findet sie in der App als Videofilter unter generelle Einstellungen und dann Hintergrund & Filter.

Zoom hat AR-Filter jetzt nativ integriert, sowohl in der albernen Variante als auch für digitales Make-up. | Bild: Eigener Screenshot

Zoom hat AR-Filter jetzt nativ integriert, sowohl in der albernen Variante als auch für digitales Make-up. | Bild: Eigener Screenshot

Zusätzlich könnt ihr unten rechts die Studioeffekte (Beta) herunterladen, die im Vergleich zu den witzigen Masken dezente Gesichtsoptimierung und digitales Make-up bieten. Hier könnt ihr beispielsweise die Dicke eurer Augenbrauen oder eure Lippenfarbe verändern.

Bislang konnte man bei Zoom AR-Filter nur über den Umweg der Snapchat Desktop-App aktivieren. Hier ist die Auswahl an Filtern noch größer, außerdem laufen sie auch in anderen Videokonferenz-Apps wie Google Meet oder Microsoft Teams.

AR-Filter: Anwalt stolpert in die Filterfalle seiner Kinder

Der texanische Anwalt Rod Ponton macht direkt vor, wie man einen Zoom AR-Filter lieber nicht einsetzen sollte: Er verwandelte sich während einer Verhandlung digital in eine niedliche Babykatze, die zu allem Überfluss seine Augen- und Mundbewegungen nachahmt. Leider weiß er nicht, wie er den AR-Filter deaktivieren kann. Das führt zur folgenden absurden Konversation.

Der Richter Roy Ferguson, der Ponton aus der Katzenfalle hielf, zeigt Selbstironie und Talent für Selbstvermarktung: Er selbst veröffentlicht den Mitschnitt des Filter-Fails bei Twitter – als „Bildungsmaterial“. Was er gelernt habe: „Wenn ein Kind vorher deinen Computer benutzt hat, stelle in den Einstellungen sicher, dass die Filter deaktiviert sind.“

Das Video dürfe von Medien verbreitet werden, aber nicht um „Anwälte zu verhöhnen, sondern um die Hingabe der juristischen Gemeinschaft für die Sache der Gerechtigkeit zu verdeutlichen.“ Der Filter-Fail sei ein Nebeneffekt leidenschaftlicher Anwälte und Richter, die das Justizsystem während der Pandemie am Laufen halten.

Ähnliche Filter-Fails gab es zuvor, zum Beispiel als ein Wettermann plötzlich als Magier vor der Kamera stand. Noch peinlicher: Eine kanadische Polizeibehörde übertrug eine Pressekonferenz anlässlich von Mordermittlungen mit aktivierten AR-Katzenohren. Diese Panne passierte zuvor auch Politikern der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa während eines Facebook Live-Streamings.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels stand fälschlicherweise, dass sich Richter Roy Ferguson in eine Katze verwandelt hat. In Wirklichkeit war es der Anwalt Rod Ponton. Der Richter wollte ihm aus seiner misslichen Lage helfen.

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