Wie wertvoll ist ein 3D-Scan eures Körpers? Nicht besonders wertvoll, wenn es nach Amazon geht.

25 US-Dollar als Geschenkgutschein: So viel bezahlt Amazon derzeit US-Probanden, die ihren Körper in 3D einscannen lassen.

Im Projekt “Amazon Real World Image Study” müssen sie zunächst einige Fragen beantworten und sich dann wiegen und ihre Körpergröße messen lassen.

Anschließend geht’s an die 3D-Scans: erst in schlappriger Alltagskleidung und dann in eng anliegender Funktionskleidung, die von Amazon zur Verfügung gestellt wird.

Der ganze Prozess dauert rund 30 Minuten und findet an zwei Standorten in New York statt. Laut Amazon werden die 3D-Daten ausschließlich für die Produktentwicklung und nicht fürs Marketing verwendet.

Body Labs legt los

Durchgeführt wird der Scan vom Startup Body Labs, das sich Ende 2017 von Amazon kaufen ließ. Bis zu 70 Millionen US-Dollar legte Amazon dafür auf den Tisch.

Body Labs entwickelt diverse Methoden, um reale Körper originalgetreu digital in 3D abzubilden. Mit so einem 3D-Avatar könnte man in Amazons Online-Shop beispielsweise Kleidung vorab digital anprobieren, natürlich vorausgesetzt, das Kleidungsstück liegt ebenfalls als exaktes 3D-Modell vor, das sich der Avatar dann überstreifen kann.

Besonders glaubhaft wäre das Online-Klamotten-Shopping dann in Kombination mit VR- und AR-Technologie: Amazon-Käufer könnten sich entweder in einem VR-Shop vor den Spiegel stellen oder sich mit AR-Technologie in der Realität die Kleidung auf den Leib projizieren, zum Beispiel im Zusammenspiel mit Amazons Computer-Vision-Zubehör “Echo Look”.

In Indien experimentierte Amazon schon mit einem Virtual-Reality-Laden – in einem echten Einkaufszentrum.

Via: Mashable

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